+49 (0)211 96 66 81-0 hallo@neu-innovation.de

Sind Ihre Kollegen manch­mal ein­fach nur tie­risch genervt von Ihnen? Haben Sie Schwierigkeiten, sich lan­ge auf eine Sache zu kon­zen­trie­ren? Schaffen Sie es ein­fach nicht, einen Sachverhalt kurz und knapp wie­der­zu­ge­ben? Und gibt es in Ihrem Alltag immer wie­der Tage, an denen Sie das Gefühl haben, Sie wür­den nichts auf die Reihe krie­gen?

Niemand wür­de sich die­se Dinge frei­wil­lig in den Lebenslauf schrei­ben. Aber: Genau das soll­ten Sie viel­leicht tun. Denn hin­ter all den genann­ten Eigenschaften könn­te etwas ste­cken, das Sie zu einer über­aus gefrag­ten Kraft auf dem Arbeitsmarkt macht: Sie sind über­durch­schnitt­lich krea­tiv.

Wir set­zen Kreativität häu­fig mit Einfallsreichtum gleich. Doch das ist im Grunde falsch. Kreative Menschen erkennt man näm­lich weni­ger dar­an, dass sie eine Idee nach der ande­ren prä­sen­tie­ren als viel­mehr dar­an, dass sie irgend­wie ner­ven. Überdurchschnittlich krea­ti­ve Köpfe ticken ein­fach anders. Was sie aus­macht – und was Sie sich von ihnen für Ihre eige­ne Kreativität abschau­en kön­nen, erklä­ren wir in die­sem Artikel.

Wer nicht fragt, tritt auf der Stelle

Überdurchschnittliche Kreativität schrei­ben wir in der Regel Kindern zu. Das ist zum Teil auch rich­tig. Kinder sind wah­re Meister im Entwickeln neu­er Ideen und meist über­durch­schnitt­lich fan­ta­sie­voll. Doch ech­te Kreativität ist weit mehr als Fantasie. Fantasie allein löst näm­lich noch kei­ne Probleme. Dafür braucht es Wissen — und je mehr Wissen vor­han­den ist, des­to stär­ker ist die Kraft einer Idee.

Doch: Je mehr wir wis­sen, des­to weni­ger fra­gen wir nach. Und mit der Zeit ver­lie­ren wir den Mut, nach­zu­fra­gen, wenn wir etwas nicht wis­sen – aus Angst uns zu bla­mie­ren. Auch hier punk­ten Kinder mit einer wich­ti­gen Eigenschaft: Naivität. Sie haben kei­ne Angst, Fragen zu stel­len oder Ideen zu prä­sen­tie­ren, die alle ande­ren für ver­rückt hal­ten.

Der Neurowissenschaftler Henning Beck for­mu­liert das so: „Kreativität ist kei­ne Frage der Begabung, des Geschlechts oder des Alters, son­dern des Mutes. Unkreative Menschen sind meis­tens nicht weni­ger ein­falls­reich, meis­tens trau­en sie sich ein­fach nicht, ihre Idee aus­zu­spre­chen.“

So erkennen Sie, dass Sie überdurchschnittlich kreativ sind

Seien wir mal ehr­lich: Wann haben Sie zuletzt eine Frage nicht gestellt aus Angst sich lächer­lich zu machen? Leider kommt das im Berufsleben häu­fi­ger vor als wir es uns ein­ge­ste­hen wür­den. Das ist fol­gen­schwer, weil aus bana­len Nachfragen oft die bes­ten Ideen ent­ste­hen (wür­den) – und weil wich­ti­ges Feedback aus­bleibt.

Kreative Menschen haben kein Problem damit, unbe­quem zu sein oder unan­ge­neh­me Fragen zu stel­len. Sie haben sich die kind­li­che Neugier bewahrt. Integrität ist ihnen wich­ti­ger als Beliebtheit. Deshalb ist es ihnen auch herz­lich egal, ob sie Kollegen mit ihrer Art auf den Geist gehen.

Logisch und sinn­voll ist es für krea­ti­ve Menschen auch, von einer Aufgabe zur nächs­ten zu sprin­gen oder in stets wech­seln­den Umgebungen zu arbei­ten. Denn sie brau­chen immer wie­der neu­en Input – und dann aus­rei­chend Ruhe, um ihre schöp­fe­ri­sche Kraft zu bün­deln. Erst die Abwechslung lässt das Gehirn zu Höchstleistungen auf­lau­fen. Auf ande­re wirkt das oft stö­rend.

Was Kollegen an krea­ti­ven Menschen außer­dem häu­fig nervt, ist ihre oft aus­schwei­fen­de Art. Denn Storytelling ist für sie kein Marketingwerkzeug, son­dern ein ganz natür­li­ches Ausdrucksmittel, eine kur­ze und knap­pe Wiedergabe eines Sachverhalts hin­ge­gen eine unna­tür­li­che Erzählweise. Auch das dient letz­ten Endes dem Kreativprozess.

So helfen Sie Ihrer Kreativität auf die Sprünge

Wir kön­nen Kreativität nicht ler­nen, aber wir kön­nen sie uns ein Stück weit (zurück)erobern. Was wir dazu brau­chen, ist vor allem Mut. Fangen Sie an, wie­der Fragen zu stel­len. Ermutigen Sie auch Ihre Kollegen zu „dum­men“ Fragen oder Anmerkungen.

Und laden Sie zu allen Workshops, Präsentationen und Co. fach­frem­de Kollegen ein, die ein biss­chen Naivität mit­brin­gen und eher gewillt sind, nach­zu­ha­ken, obwohl etwas ver­meint­lich offen­sicht­lich ist. So erhal­ten Sie wert­vol­les Feedback.

Weil selbst der krea­tivs­te Kopf nicht auf Knopfdruck krea­tiv sein kann, ist es umso wich­ti­ger, die Kreativität unter­be­wusst durch die Arbeitsumgebung zu sti­mu­lie­ren. Dazu braucht es eine Unterteilung in Orte zum Austausch, zur Entspannung und zur Konzentration.

Neurowissenschaftler Henning Beck emp­fiehlt, den Arbeitsplatz in etwa so ein­zu­rich­ten wie ein mit­tel­al­ter­li­ches Kloster: „Es gibt einen Klostergarten, in dem man sich ent­span­nen und nichts tun kann. Drumherum liegt ein Kreuzgang, sprich der Raum für Begegnungen und Austausch. Und davon zwei­gen dann die Schreibstuben ab, in denen man sich kon­zen­trie­ren kann.“

Dieses Kloster ist in gewis­sem Sinne auch Teil unse­res Team-Office-Prinzips. Und falls Sie ger­ne in welt­li­cher Umgebung mit Experten über die idea­le Arbeitsplatzgestaltung in Ihrem Unternehmen spre­chen möch­ten, kom­men Sie uns doch ein­fach mal in unse­rem New Work Lab „Zur Goldenen Idee“ in Düsseldorf besu­chen oder ver­ein­ba­ren Sie ganz ein­fach einen Termin mit uns!

Und wenn Sie jetzt vor Kreativität über­spru­deln, aber noch kei­ne Ahnung haben, wie Sie die­se auch in gute Ideen umwan­deln kön­nen, hel­fen Ihnen viel­leicht unse­re 15 bes­ten Tipps für mehr Ideen wei­ter.

Das große Handbuch Innovation: 555 Methoden und Instrumente für mehr Kreativität und Innovation im Unternehmen von Benno van AerssenDetails zum Buch