Es war einmal, vor tausenden von Jahren: Eine kleine Gruppe Menschen sitzt am Lagerfeuer. In der Nähe knackt ein Ast. Etwas raschelt im Unterholz. Plötzlich fliegt ein Schwarm Vögel auf. Sofort gehen die Alarmglocken an. Droht Gefahr? Ein Raubtier? Ein fremder Mensch?
Das menschliche Gehirn scannt seine Umgebung permanent. Für unsere Vorfahren war das überlebenswichtig. Die meisten von uns sitzen zwar nicht mehr Tag für Tag am Lagerfeuer, sondern verbringen einen beachtlichen Teil ihrer Lebenszeit u.a. im Gruppen- oder Großraumbüro – und dort wartet selten ein Säbelzahntiger hinter dem Drucker. Doch unser Gehirn reagiert noch immer auf jede Bewegung, jedes Geräusch, jedes Gesicht und jede soziale Interaktion.
Ein klingelndes Telefon, das Piepsen des Messengers. Zwei Kollegen im Flüstergespräch. Jemand läuft vorbei – wer war das? Eine umfallende Tasse, das Rauschen des Druckers. Das Gehirn registriert all das – auch, wenn wir glauben, konzentriert zu arbeiten. Die ständigen Mikro-Unterbrechungen kosten Energie: Sie zwingen uns, innerhalb kürzester Zeit enorm viele Reize zu verarbeiten.
In der Arbeitsstättenregel ASR A1.2 werden verschiedene Büroformen unterschieden:
Ihr sitzt gerade im Gruppenbüro oder Großraumbüro? Dann achtet doch einmal bewusst darauf, wie viele akustische und visuelle Reize innerhalb weniger Minuten auf euch einprasseln. Schnell werdet ihr merken: Irgendwas raschelt immer. Und unser Gehirn ist ein Scanner für alles, was unbekannt ist – wir sind im wahrsten Sinne des Wortes neuGIERIG. Besonders nach Reizen, die durch andere Menschen verursacht werden.
Das macht echte Konzentration auf eine Aufgabe quasi unmöglich. Die permanente Ablenkung zwingt zum Multitasking, die Gedanken springen zwischen den verschiedenen Aufgaben hin und her.
Die Folgen spürt ihr spätestens am Nachmittag: Müdigkeit, Gereiztheit, mehr Fehler, sinkende Kreativität.
Typischer Großraumbüro-Lärm kann die negative Stimmung um 25 Prozent erhöhen und die Schweißreaktion um 34 Prozent steigern – deutliche Hinweise auf Stressreaktionen des Körpers.
Besonders schwierig für unser Gehirn: Sprache. Gespräche lassen sich kaum ausblenden, weil das Gehirn evolutionär darauf trainiert ist, Sprache automatisch zu verarbeiten.
Unser Gehirn kann viele regelmäßige Hintergrundgeräusche mit der Zeit gut ausblenden. Sprache gehört allerdings nicht dazu. Gespräche in Hörweite aktivieren automatisch unsere Aufmerksamkeit – selbst dann, wenn wir gar nicht zuhören wollen. Ein Gespräch in der Nähe schmälert die Leistung des Arbeitsgedächtnisses um bis zu zehn Prozent. Immerhin: je mehr Menschen in einem Büro sitzen, desto weniger wird geredet – schließlich hat man immer das ungute Gefühl, jemanden zu stören. Zusammenarbeit funktioniert so aber auch nicht.
Gruppen- und Großraumbüros werden oft mit besserer Zusammenarbeit begründet. Die Realität sieht jedoch anders aus: Wer ständig abgelenkt wird, kann sich schlechter auf Gespräche, kreative Prozesse oder komplexe Aufgaben konzentrieren.
Was kurzfristig Fläche und Mietkosten spart, ist langfristig oft deutlich teurer: sinkende Produktivität, höhere Krankenstände, mentale Erschöpfung und weniger Innovationskraft mindern den Gewinn an anderer Stelle.
Aber was tun, wenn eure Mitarbeiter auf engem Raum zusammenarbeiten sollen, ihr flexible Arbeitsplätze braucht und gleichzeitig Kommunikation und Kollaboration fördern wollt?
Gute Arbeitsumgebungen entstehen nicht dort, wo möglichst viele Menschen auf möglichst wenig Fläche sitzen. Sondern dort, wo Menschen im Mittelpunkt stehen. So wie beim Team Office, das verschiedenste Arbeitsbedürfnisse berücksichtigt und unter ein Dach bringt.
Wenn ihr eure Arbeitsumgebung effizienter, gesünder und mitarbeiterfreundlicher gestalten möchtet, begleiten wir euch gern dabei.
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