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Laufend im Meeting? Ja bitte!

1. September 2026

Sitzt ihr auch viel zu oft in Meetings und habt keine Ahnung, wie ihr diese Zeit reduzieren könntet? Dann steht doch einfach auf und geht! Nicht weg, sondern gemeinsam mit euren Kolleginnen und Kollegen vor die Tür.

In Meetings sitzen ist oft weniger produktiv als wir es gerne hätten. Bewegung aber fördert Kreativität – und kommt damit der Meeting-Ermüdung vor.

Also: Raus aus dem Konferenzraum und ab an die frische Luft – wir zeigen euch, welchen Effekt ein Walking Meeting auf Denkleistung, Motivation und Innovationsfreude hat.

Walking Meetings bringen Austausch und Kreativität zusammen

Schon Aristoteles soll seine Schüler im Gehen unterrichtet haben. Doch auch Barack Obama, Steve Jobs oder Mark Zuckerberg sind und waren für ihre Walking Meetings bekannt.

Aber warum eigentlich? Ist das nicht eher unpraktisch?

Gegenfrage: Seid ihr schon mal aufgestanden und auf der verzweifelten Suche nach dem Geistesblitz vor dem Schreibtisch hin und her gelaufen? Damit habt ihr unbewusst alles genau richtig gemacht.

Denn: Ein Spaziergang stimuliert die Kreativität. Und zwar um mehr als die Hälfte, wie Forschende der Universität Stanford bereits 2014 belegt haben. Und nicht nur das, er hilft auch, Barrieren und Hierarchien abzubauen.

Leichte Bewegung aktiviert den Kreativitätsmodus

Die Umgebung ist dabei zweitrangig, selbst auf einem Laufband in einem Innenraum mit Blick auf eine weiße Wand hatte eine gleichmäßige, leichte Laufbewegung enormen Effekt auf die Studienteilnehmer.

Das Gehen aktiviert im Gehirn den Default Mode. Wir tun bewusst etwas, über das wir nicht nachdenken müssen, um dem Gehirn neue Impulse zu senden. Der Effekt ist auch nach der Rückkehr an den Schreibtisch noch nachweisbar.

Die Bewegung darf nicht zu anstrengend sein, ein langsamer Spaziergang eignet sich am besten. Aus der Puste kommen solltet ihr dabei nicht, denn dann geht die Konzentration weg vom Meeting hin zur körperlichen Belastung.

So kann ein Walking Meeting aussehen

Wer Meetings mit Bewegung verbindet, profitiert von gesteigerter Aufnahmefähigkeit und Kreativität. Ein Walking Meeting eignet sich deshalb insbesondere für einen Ideenaustausch, ein lockeres Update oder als Teil eines Workshops.

Die Gruppe muss übersichtlich sein, damit alle am Gespräch teilnehmen können. Route und Dauer sollten vorab festgelegt sein. Und, besonders wichtig: die Umgebung muss ruhig sein. Schließlich sollten gute Ideen nicht vom Geräusch eines vorbeifahrenden LKW geschluckt werden.

Walking Meetings eignen sich auch für remote-Meetings

Für Teams, die überwiegend remote zusammenarbeiten, bieten regelmäßige Walking Meetings eine gute Möglichkeit, sich besser kennenzulernen, ungezwungen auszutauschen, die Zusammenarbeit zu verbessern und sich als Team einzuspielen. Auch dabei sollte die Gruppe nicht zu groß sein, denn wenn alle gleichzeitig an verschiedenen Orten spazieren gehen, könnt ihr euch unter Umständen nur hören und nicht sehen. Das macht Wortmeldungen schwerer.

Ermöglicht euren Mitarbeitenden, sich auch in hybride Meetings, bei denen weder Präsentations- noch Protokollpflicht herrscht, im Gehen einzuwählen. Das Gesagte bleibt sicher länger hängen, es entstehen gute Ideen – und ganz nebenbei tut ihr etwas für die Gesundheit eurer Belegschaft.

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