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Achtung, Geistesblitz! 15 Tipps für mehr Ideen

16. Juni 2021

Später Nachmittag. Sie sitzen vor Ihrem Rechner, haben dort den ganzen Tag verbracht und mussten sogar die Mittagspause sausen lassen. Die Arbeit macht sich ja nicht von allein. Ein letzter Termin steht noch in Ihrem Kalender: Kreativworkshop. Kurz vor Feierabend sollen Sie mit Ihren ebenso müden und abgespannten Kollegen Kreativtechniken erlernen und anwenden.

Puh. Wir glauben, dass Sie diese Situation intuitiv richtig einschätzen. Nämlich als: sinnlose Idee. In dieser Situation auf Knopfdruck noch kreatives Potential abzuschöpfen, ist in etwa so schwer wie einem Hund das Tangotanzen beizubringen.

Der Geistesblitz trifft uns meist, wenn wir ihn nicht suchen. Wer nach einem langen, nervenzehrenden Arbeitstag noch geistige Höhenflüge erwartet, wartet daher meist vergeblich. Aber: wir können unserer Kreativität durchaus auf die Sprünge helfen. Unkonventionelles Denken kann nämlich trainiert werden.

Die besten Strategien dafür haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.

1. Beschäftigen Sie sich intensiv mit Problemen

Kreatives Denken bedeutet nicht, dass Sie gänzlich neue Ideen entwickeln müssen. Im Arbeitsalltag stehen Sie viel häufiger vor der Herausforderung, ein Problem zu lösen, das sich mit althergebrachten Methoden nicht lösen lässt. Da hilft es, sich in Ruhe und eingehend mit dem Problem zu beschäftigen, neue Blickwinkel einzunehmen und zu analysieren.

Konvergentes Denken nennt man das, und es geht mit dem divergenten Denken, also den spontanen Einfällen einher. Denn wenn das Gehirn sich lange genug einer Problematik widmet und allmählich einer Lösung nähert, erreicht man irgendwann den Punkt, an dem die Lösung scheinbar ganz plötzlich auf der Hand liegt.

2. Langweilen Sie sich

Wenn Sie sich lange mit Problemen beschäftigen, erreichen Sie aber vielleicht auch irgendwann den Punkt, der sich wie ein Knoten im Gehirn anfühlt. Sie kommen einfach nicht weiter. Dann hilft es, das Problem auf sich beruhen zu lassen und etwas völlig anderes zu machen.

Am besten geeignet sind Routinen: Geschirrspüler einräumen, Wäsche aufhängen, duschen, joggen oder ähnliches. Diese Aktivitäten eignen sich gut zum Abschalten, während Ihr Unterbewusstsein noch immer an der Problemlösung arbeitet.

3. Aus Routinen ausbrechen

Gewohnheiten und Routinen erleichtern unseren Alltag, denn Sie entlasten das Gehirn. Es lohnt sich aber, diese Routinen aufzubrechen. Schon kleinere Veränderungen im Alltag sorgen für einen Kreativitätsboost, weil Sie das Gehirn zwingen, neue Muster zu akzeptieren. Wählen Sie zum Beispiel mal einen anderen Weg zur Arbeit oder setzen Sie sich am Esstisch an einen anderen Platz.

4. Tapetenwechsel wirkt Wunder

Auch der Wechsel der Umgebung stimuliert das Gehirn. Dabei spielt es erstmal eine untergeordnete Rolle, ob sie zum Beispiel von einem lauten Raum in eine leise Umgebung wechseln oder andersherum. Auch der sprichwörtliche Tapetenwechsel in Form von Farbwechsel oder Wechsel in Temperatur und Licht sind geeignet, um das kreative Denken anzukurbeln.

5. Gehen Sie unter Leute

Wenn Sie es können, verlagern Sie Ihren Arbeitsplatz doch mal irgendwohin, wo viele fremde Menschen zusammenkommen. Andere zu beobachten, fremden Geräuschen und Gesprächen zu lauschen und die Gedanken schweifen zu lassen, bringt uns oft auf neue Ideen.

6. Frische Luft wirkt Wunder

Ein Waldspaziergang beruhigt nicht nur Atmung, Puls und Blutdruck, sondern beflügelt auch die Kreativität. Forscher haben herausgefunden, dass Bewegung die Kreativität verdoppelt. Und die Kombination von Natur und Bewegung ist in besonderem Maß geeignet, um das Gehirn zu stimulieren. Ein Grund mehr also, vor der Arbeit noch schnell eine Runde Laufen zu gehen oder das Auto einfach mal stehen zu lassen.

7. Malen Sie mal wieder

Wann haben Sie das letzte Mal Papier und Stift in die Hand genommen, um etwas zu malen? Tun Sie es einfach. Wenn Sie mit den Händen kreativ werden, wirkt sich das nämlich auch auf Ihre geistige Leistungsfähigkeit aus. Wer während einer Besprechung auf dem Notizblock herum kritzelt, zeigt kein Desinteresse, sondern stimuliert sein Gehirn.

8. Schreiben Sie es auf

Wenn Sie an einem Problem tüfteln, kann es hilfreich sein, einfach mal alles aufzuschreiben, das Ihnen spontan in den Sinn kommt. Die einzige Regel lautet: Sie dürfen nicht aufhören, zu schreiben, egal, ob das was Sie zu Papier bringen Sinn ergibt oder nicht.

Je nach Situation bieten sich natürlich auch andere Kreativitätstechniken an, etwa der morphologische Kasten, freies Assoziieren oder auch eine Mindmap. Oder Sie versuchen es mal mit unserem DenkTisch, dem WhiteBlock oder dem FlowBoard.

9. Stimulieren Sie Ihre Sinne

Pro zusätzlich genutztem Sinn steigt unsere Gehirnaktivität um das Zehnfache. Und je aktiver das Gehirn, desto kreativer werden wir. Wer sich beim Denken bewegt, etwas in der Hand hat, oder auch einfach mal darauf achtet, was die Umgebung an Geräuschen und Gerüchen zu bieten hat, ist aufnahmefähiger und kreativer.

10. Von Kindern lernen

Im Laufe unseres Lebens eignen wir uns viel Wissen an, verlernen aber gleichzeitig grundlegende kreative Kompetenzen: Wir wollen alles richtig machen und Fehler vermeiden. Deshalb neigen wir dazu, Probleme nur theoretisch zu behandeln. Kinder aber lernen durch Ausprobieren, durch Neugier und Begeisterungsfähigkeit. Diese Fähigkeiten müssen wir uns mühsam wieder antrainieren. Und das lohnt sich.

Wenn Sie mal testen wollen, wie viel kindliche Innovationsfreude noch in Ihnen steckt, versuchen Sie sich doch mal mit der Spagetti-Challenge.

11. Scheitern akzeptieren

Fehler sind nichts Schlimmes – im Gegenteil. Doch viele Arbeitnehmer haben aus Angst vor Konsequenzen auch Angst davor, Fehler zu machen. Das ist nicht nur ein Problem der Arbeitnehmer, sondern ist oft in der Unternehmenskultur begründet, die Scheitern nicht zulässt.

Da hilft nur: machen, machen, machen. Wir müssen das Scheitern (neu) lernen und akzeptieren, dass es nicht schlimm ist. Schlimm ist nur ein einziger Fehler: nichts auszuprobieren.

12. Bilden Sie sich weiter

Neugier ist ein wesentlicher Bestandteil von Kreativität. Und Neues zu lernen, fördert unsere Innovationsfähigkeit. Fortbildungen sollten deshalb wie selbstverständlich zu ihrem Arbeitsalltag gehören. Sie dürfen übrigens gerne auch komplett fachfremd sein. Das hilft beim Einnehmen neuer Blickwinkel.

13. Raus aus der Unternehmensblase

Wie schwer es ist, der eigenen Social-Media-Filterblase zu entkommen, wissen wir alle. Doch die Blase kann sich nicht nur im Privatleben als Problem erweisen. Sie wird auch im Arbeitsalltag zur Hürde, weil sie uns daran hindert, über den Tellerrand zu schauen. Dabei liegen dort die besten Ideen. Erzählen Sie also auch mal (vertrauenswürdigen) Freunden und Verwandten von Ihren Ideen, um Feedback und Input von außen zu erhalten.

14. Kreatives Umfeld schaffen

Die Zusammenarbeit mit anderen kreativen Menschen beflügelt den Geist. Aber nicht nur die Kollegen können Ihrer Kreativität neuen Schwung verleihen. Auch die richtige Arbeitsumgebung kann das. Also: weg vom Schreibtisch, wenn Sie kreativ werden wollen oder müssen! Vielleicht haben Sie in Ihrem Unternehmen ja schon einen Raum für Ideen. Wenn nicht: Schauen Sie doch mal, wie wir solche Kreativumgebungen für unsere Kunden umsetzen.

15. Hund kraulen

Ein Bürohund ist nicht nur ein wunderbarer Feel-Good-Manager. Er ist auch ein genialer Ideengeber. Denn wer einen Hund streichelt, ist entspannter, leistungsfähiger und kreativer. Und wer weiß, vielleicht haben Sie ja doch noch eine Idee, wie man dem Vierbeiner das Tanzen beibringen könnte. Das funktioniert übrigens auch mit Katzen.

Was machen Sie, um die Kreativität anzukurbeln? Verraten Sie es uns in den Kommentaren!

Weiter lesen: 7 Wege zu mehr Kreativität im Arbeitsalltag

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