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Trommelkurs, Kletterpark, Rollenspiele: Wenn es dar­um geht, das Teambuilding zu för­dern, ist die Auswahl an Aktivitäten end­los. Doch nicht alles, was Spaß macht, bringt Resultate. Und nicht immer ist eine action­rei­che und mit­un­ter teu­re Teambuilding-Maßnahme das pro­ba­te Mittel, um Zusammenhalt und Kommunikation unter den Mitarbeitern zu för­dern.

Mobiles Arbeiten, agi­le Strukturen und fla­che Hierarchien haben das Arbeiten revo­lu­tio­niert. Mitarbeiter arbei­ten von unter­wegs, Videoanrufe erset­zen per­sön­li­che Treffen. Die Arbeitnehmer sind fle­xi­bler und die Arbeitsrealität sieht immer sel­te­ner so aus, dass Aufgaben nur von oben nach unten dele­giert wer­den.

Gleichzeitig wird dort, wo Hierarchien flach sind, die Teamarbeit und die Kommunikation immer wich­ti­ger. Vergleichen Sie mal die aktu­el­le Auslastung Ihrer Besprechungsräume mit der vor 15 Jahren. Wie aber soll man Teams im Miteinander stär­ken, wenn alle an ver­schie­de­nen Projekten arbei­ten und sich sel­ten sehen?

Wir haben Tipps, wie Teambuilding auch in schwie­ri­gen Konstellationen funk­tio­nie­ren kann und zei­gen Ihnen, wie Sie ihre Mitarbeiter auch ohne Bungeejumping beim jähr­li­chen Firmenausflug moti­vie­ren kön­nen.
(Wenn Sie bereits mit agi­len Arbeitsmethoden Erfahrung haben, wer­den Ihnen vie­le der Punkte bekannt vor­kom­men.)

So geht Teambuilding: Unsere 10 Top-Tipps

1. Fördern Sie den regel­mä­ßi­gen Ideenaustausch

Lassen Sie Ihr Team regel­mä­ßig, am bes­ten wöchent­lich, zusam­men­kom­men. Ein Jour Fixe soll­te genutzt wer­den, um Ideen aus­zu­tau­schen und die Mitarbeiter über aktu­el­le Entwicklungen im Unternehmen auf dem Laufenden zu hal­ten – selbst wenn die Neuigkeiten sie nicht direkt betref­fen. Wer sein Team ein­be­zieht, regt Kommunikation an.

2. Formulieren Sie kla­re Ziele und sei­en Sie trans­pa­rent

Der Teamleader muss kla­re Ziele for­mu­lie­ren, unter­stüt­zen und mode­rie­ren. Ist sei­ne Arbeit trans­pa­rent und kön­nen sei­ne Mitarbeiter Entscheidungen nach­voll­zie­hen, sind sie eher gewillt, auch unbe­que­me Entscheidungen zu akzep­tie­ren.

3. Sparen Sie nicht mit Lob

Das Loben guter Arbeit vor ver­sam­mel­ter Mannschaft ist ein wah­rer Motivations-Booster. Es moti­viert nicht nur den Gelobten, son­dern das gan­ze Team. Es gibt Selbstvertrauen und ver­leiht der Arbeit zugleich einen Sinn: Da ist jemand, der sieht, was ich mache. Wenn das gesam­te Team ein Ziel erreicht hat, dür­fen Sie ruhig auch mal die gesam­te Mannschaft über­ra­schen – zum Beispiel mit einer Einladung zu einem Eis in der Kaffeepause.

4. Nutzen Sie Kritik als Motivationsschub

Ehrliche Kritik ist eben­so wich­tig. Sie soll­te aller­dings im Gegensatz zum Lob im per­sön­li­chen Gespräch statt­fin­den. Außerdem soll­te sie nicht ver­nich­tend aus­fal­len, son­dern stets Ideen zur Verbesserung beinhal­ten. So ist der kri­ti­sier­te Mitarbeiter moti­viert, es bes­ser zu machen.

5. Vertrauen Sie Ihren Mitarbeitern

Vertrauen ist die Basis jeder guten Beziehung, des­halb: Vertrauen Sie ihren Mitarbeitern. Lassen Sie Freiraum für Ideen. Erlauben Sie Fehler. Vertrauen heißt auch, Ihren Mitarbeitern zu ermög­li­chen, im Home-Office zu arbei­ten, frü­her nach Hause zu gehen oder spä­ter zu kom­men. Wer fle­xi­bel arbei­tet, arbei­tet nicht weni­ger, son­dern ist in der Regel moti­vier­ter und damit sogar pro­duk­ti­ver.

6. Ermöglichen Sie regel­mä­ßi­ge Fortbildung

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter über den Tellerrand schau­en. Wer regel­mä­ßig Personal frei­stellt um in ande­ren Bereichen zu hos­pi­tie­ren oder Fortbildungen zu besu­chen, pro­fi­tiert dop­pelt: Die Mitarbeiter eig­nen sich neu­es Wissen an und stär­ken ihr Verständnis von ande­ren Arbeitsprozessen. Ihr neu­es Wissen geben sie wie­der­um ans eige­ne Team wei­ter.

7. Schaffen Sie die Kleiderordnung ab

Klingt banal, kann aber gro­ße Auswirkungen mit sich brin­gen: Schaffen Sie die Kleiderordnung ab. Wer sich für die Arbeit ver­klei­den muss, ver­stellt sich und kann sich nicht frei ent­fal­ten. Das behin­dert die Kreativität.

8. Wählen Sie Teambuilding-Maßnahmen klug

Teambuilding-Maßnahmen müs­sen sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Mitarbeiter ori­en­tie­ren. Fallschirmspringen und Improvisationstheater sind nicht jeder­manns Sache. Auch eine Kneipentour stärkt den Zusammenhalt nur bedingt. Niemand darf bei Teambuilding-Maßnahmen aus­ge­grenzt wer­den. Ideal ist ein Event, bei dem alle aus dem Team auf ihre Kosten kom­men. Es ist meist eine sehr gute Idee, die Mitarbeiter selbst pla­nen zu las­sen.

9. Ziehen Sie lang­fris­ti­gen Nutzen aus Teambuilding-Maßnahmen

Kurzfristiger gemein­sa­mer Spaß ist gut, aller­dings soll­te auch ein lang­fris­ti­ger Nutzen aus einer Teambuilding-Maßnahme gezo­gen wer­den kön­nen – z.B. wenn Mitarbeiter durch die unge­wohn­te Situation ins Gespräch kom­men und Gemeinsamkeiten fest­stel­len, auf die sie im Arbeitsalltag zurück­kom­men kön­nen.

10. Integrieren Sie Spaß in den Arbeitsalltag

Ablenkung von der Arbeit ist nichts Schlimmes. Ganz im Gegenteil. Wer regel­mä­ßig Pausen macht, ist pro­duk­ti­ver. Wer in den Pausen auch Spaß mit den Kollegen haben darf, kriegt den Kopf frei für neue Ideen. Dabei hel­fen Sportangebote, Billardtische und eine gute Kaffeemaschine – oder gleich ein gan­zer Raum für Ideen.

 

Foto: Flickr / Libertarian Girl

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