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Wir möch­ten Sie heu­te zu einer Reise in ein klei­nes Dorf ein­la­den. Das Dorf liegt mit­ten in Gallien, es ist etwa 50 vor Christus und alle Bewohner jenes klei­nen Dorfes kom­men zusam­men, um aus einem damp­fen­den Kessel einen Zaubertrank zu sich zu neh­men. Alle, außer Obelix.

Der Zaubertrank ver­leiht über­mensch­li­che Kräfte. So schaf­fen es die Bewohner des Dorfes, den Römern Widerstand zu leis­ten. Der Ausschank des Getränks ist gleich­zei­tig DAS sozia­le Happening. Verständlich, dass es Obelix, der als Kind in den Kessel gefal­len ist, sehr belas­tet, zuse­hen zu müs­sen.

Sein Schicksal hat einen Namen: Der Obelix-Effekt beschreibt das Phänomen, von gemein­sa­men Mahlzeiten aus­ge­schlos­sen zu sein. Das zeigt: Es ist weit mehr als ein pop­kul­tu­rel­les Phänomen. Es kann sich sogar zu einem ech­ten Karrierekiller ent­wi­ckeln. Warum das so ist und wie Sie es ver­hin­dern kön­nen, erklä­ren wir Ihnen in die­sem Artikel.

Wie Sie die Mittagspause verbringen, ist nicht egal

Reisen wir also wie­der zurück in die Gegenwart, ein belie­bi­ger Wochentag im Büro, 12 Uhr. Das Frühstück liegt eine Weile zurück und der Magen macht sich lang­sam knur­rend bemerk­bar. Sie haben jetzt ver­schie­de­ne Möglichkeiten:

  1. Sie packen Ihr mit­ge­brach­tes Lunch aus, stel­len es in die Mikrowelle und essen vor dem Computer, weil Sie gera­de zu viel zu tun haben, um den Arbeitsplatz zu ver­las­sen.
  2. Sie ver­las­sen den Arbeitsplatz zum Essen – aller­dings allei­ne, weil Sie ganz froh sind, in der Mittagspause mal nicht von den Kollegen beläs­tigt zu wer­den.
  3. Sie schlie­ßen sich Ihren Teamkollegen an und gehen wahl­wei­se in die Kantine oder in die Stadt – oder Sie bestel­len gemein­sam beim Lieferdienst.
  4. In der Mittagspause sind Sie meist zum Essen ver­ab­re­det – wahl­wei­se mit Kunden, Geschäftspartnern oder Kollegen aus ande­ren Abteilungen. So nut­zen Sie die Pause effek­tiv fürs Networking, ganz nach dem Motto: Liebe (und Beförderungen) gehen durch den Magen.

Welche Option wäh­len Sie?

Wer vorm Computer isst, wirkt motivierter? Weit gefehlt!

Ganz gleich, wie Sie sich ent­schei­den: Sie wäh­len nicht nur, was Sie wo mit wem essen, son­dern immer auch, wie Sie nach außen hin wahr­ge­nom­men wer­den. Und selbst wenn Sie frei­wil­lig allei­ne essen, kann das Ihrer Karriere ganz erheb­lich scha­den. Schließlich ist das gemein­sa­me Essen nicht nur Nahrungsaufnahme, son­dern auch ein uraltes Bindungsritual.

Egal, ob Sie von Teamkollegen aus­ge­grenzt wer­den oder sich selbst abgren­zen wol­len: Wer beim Essen fehlt, wird weni­ger wahr­ge­nom­men. Da kann die Arbeit noch so gut sein.

Und wer glaubt, es sei ein Zeichen von gro­ßer Motivation, die Mittagspause durch­zu­ar­bei­ten, liegt eben­so falsch. Oder kom­men Sie sich beson­ders sou­ve­rän vor, wenn der Chef plötz­lich vor Ihnen steht, wäh­rend Sie gera­de mit vol­lem Mund eine E‑Mail schrei­ben?

Gemeinsames Essen macht produktiver

Eine Studie der Cornell University im US-Bundesstaat New York belegt sogar, dass gemein­sa­mes Essen die Leistungsfähigkeit stei­gert. Teams, die regel­mä­ßig zusam­men zu Mittag essen, sind pro­duk­ti­ver.

Eigentlich logisch – denn das gemein­sa­me Mittagessen bie­tet gute Möglichkeiten zum Austausch. Der darf auch mal über das rein beruf­li­che hin­aus­ge­hen. Das Mittagessen ist Teambuilding im Kleinen – und es hat damit tat­säch­lich den Charakter eines Zaubertranks. Der macht zwar viel­leicht nicht unbe­sieg­bar, legt aber die Grundlage für einen guten Zusammenhalt.

Machen Sie mehr aus Ihrer Kantine!

Natürlich kön­nen Sie nie­man­den zwin­gen, die Mittagspause im Unternehmen oder gar mit den Teamkollegen zu ver­brin­gen – vor allem nicht, wenn noch immer vie­le Kollegen im Home-Office arbei­ten. Aber Sie kön­nen Anreize schaf­fen für alle, die (mal wie­der) im Büro sind.

Das geht zum Beispiel mit einer guten Kantine, in der es mehr Auswahl gibt als Schnitzel mit Pommes, Bratwurst mit Rotkohl und Kartoffelbrei oder panier­te Scholle. Stichworte: Vegetarisch, vegan, sai­so­nal, regio­nal.

Auch ein finan­zi­el­ler Zuschuss zum Kantinenessen kann sich loh­nen. Bei Google oder sip­ga­te, eini­ge der Vorbilder in Sachen Unternehmenskultur, kos­tet das Essen für die Mitarbeiter bei­spiels­wei­se nichts.

Außerdem soll­ten die Räumlichkeiten zum Verweilen ein­la­den. Denn wer schon gemein­sam zum Essen geht, soll­te sich danach auch noch mit den Kollegen unter­hal­ten kön­nen. Das geht aber nur, wenn in der Kantine ins­ge­samt etwas mehr Wohnzimmer- als Bahnhofsatmosphäre herrscht.

Übrigens: Wir kön­nen zwar nicht jeden Tag für Ihre Mitarbeiter kochen. Aber mit dem Thema Raumgestaltung ken­nen wir uns aus. Sprechen Sie uns also ger­ne an, wenn Sie wis­sen wol­len, wie Sie sogar aus Ihrer Kantine noch einen Ort für Innovation und New Work machen kön­nen!

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