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Es gibt vie­le Weisheiten über das Essen: Frisch Verliebte las­sen sich ihre Liebe durch den Magen gehen. Nichts kann eine durch Streit getrüb­te Familienweihnachtsfeier ret­ten wie ein guter Braten. Gutes Essen lässt Sorgen ver­ges­sen. Die bes­ten Partys fin­den in der Küche statt – und die glück­lichs­ten Mitarbeiter machen zusam­men Mittagspause.

Schon gut, das letz­te Sprichwort kommt nicht von Oma. Das haben wir selbst in die Reihe gemo­gelt. Aber es hat dort sei­ne Berechtigung. Denn es gibt kaum etwas, das Teams so sehr stärkt wie gemein­sa­mes Essengehen. Das ist sogar wis­sen­schaft­lich erwie­sen.

Gemeinsames Essen steigert die Leistungsfähigkeit

Das gemein­sa­me Mittagessen hat für das Miteinander im Büro eine ähn­lich wich­ti­ge Funktion wie für den Zusammenhalt inner­halb einer Familie. Dazu kommt eine Studie der Cornell University.

15 Monate lang beob­ach­te­ten Forscher der US-ame­ri­ka­ni­schen Elite-Universität im Bundesstaat New York, wie sich das Essverhalten auf den Zusammenhalt unter Feuerwehrleuten aus­wirkt. Die Einsatzleiter der jewei­li­gen Trupps bewer­te­ten die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter und notier­ten gleich­zei­tig, wie oft die­se gemein­sam aßen.

Das Ergebnis: Teams, die häu­fi­ger zusam­men aßen, mach­ten auch bes­se­re Arbeit, waren moti­vier­ter und gene­rell zufrie­de­ner mit ihrem Job.

Begründet sehen die Forscher das in einer jahr­hun­der­te­al­ten Funktion des Essens: Ein inti­mes sozia­les Ritual, das zunächst Familien zusam­men­hielt und sich fast 1:1 auf die moder­ne Arbeitswelt über­tra­gen lässt.

Schaffen Sie Raum für gemeinsames Essen

Beim gemein­sa­men Mittagessen ist klar: Jetzt geht es mal nicht um Statistiken und Projektpläne, jetzt ste­hen ande­re Themen im Fokus. Die Stimmung ist freund­schaft­lich oder gar fami­li­är, es wer­den pri­va­te Neuigkeiten aus­ge­tauscht, es wird zusam­men gelacht, gescherzt oder der Flurfunk wei­ter­ge­ge­ben.

Und im Anschluss gehen alle fröh­li­cher, moti­vier­ter und mit fri­schen Ideen zurück an die Arbeit.

Bevor Sie also über­le­gen, ob Sie Ihre Mitarbeiter zum Teambuilding lie­ber in ein Klosterretreat oder auf eine Paddeltour schi­cken, inves­tie­ren Sie in Gemeinschaftsküchen, ein­la­den­de Essbereiche, in ein kos­ten­lo­ses Frühstück oder einen Kantinen-Essenszuschuss. Das allein lockt zwar noch nie­man­den zum Essen hin­ter dem Computer her­vor, aber je bes­ser und hoch­wer­ti­ger das Angebot, des­to wahr­schein­li­cher wird es ange­nom­men.

Oder schaf­fen Sie Rituale, die zumin­dest hin und wie­der alle Teammitglieder gemein­sam an einen Tisch locken. Zum Beispiel, indem Sie ein­mal monat­lich gemein­sam Essen gehen/bestellen – oder gar zusam­men kochen oder gemein­sa­me Erfolge mit einem beson­de­ren Restaurantbesuch beloh­nen. In die­sem Kontext kann auch Ihre Betriebskantine zum Teambuilding-Raum wer­den und weit mehr leis­ten, als den Magen zu fül­len.

Übrigens, auch wenn es am Anfang unge­wohnt ist: Wenn das gemein­sa­me Essengehen aktu­ell gar nicht mög­lich sein soll­te, weil die Kantine geschlos­sen ist oder mal wie­der fast alle im Home-Office arbei­ten müs­sen – schal­ten Sie sich doch ein­fach mal per Video zum Essen zusam­men! Die Kollegen regel­mä­ßig zu sehen – und sei es nur per Video – hilft sehr gut gegen den Home-Office-Blues. Einige Betriebsrestaurants bie­ten hier­für eige­ne Kochsets an oder die Möglichkeit, das Essen sogar lie­fern zu las­sen. Beispielsweise bei der KSB in Halle, wo die werks­ei­ge­nen Azubis den Lieferdienst über­neh­men.

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