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Wie die Arbeitsumgebung die Kreativität fördert

29. September 2018

Stellen Sie sich einmal Folgendes vor: Sie betreten am Morgen Ihr Großraumbüro, nicken kurz den Kollegen zu, setzen sich auf einen leicht knarzenden Bürostuhl und starten Ihren Rechner. Sie starren auf einen Bildschirm, der nur sehr langsam zum Leben erwacht, eine vertrocknete Pflanze und eine verblichene Trennwand.

Eine E-Mail von Ihrem Chef fordert Sie und die Teamkollegen auf, bis zum Vormittagsmeeting schnell noch einige kreative Ideen zum Thema X zu entwickeln. Innovation ist ein neues Faible Ihres Chefs. Oh je!

Kommt Ihnen dieses Szenario bekannt vor? Dann sollten Sie Ihren Arbeitgeber dringend auffordern, etwas zu ändern. Eine angenehme Arbeitsumgebung ist nicht nur schön fürs Auge. In einer inspirierenden Umgebung denkt es sich auch besser. Sie ist Grundlage für Kreativität und Innovation.

Was erwarten Arbeitnehmer von ihrem Arbeitsplatz? Und was sollten sie erwarten? Und wie kann jedes Büro zum Kreativraum werden?

Schlechtes Beispiel für New Work - kaum Tageslicht, Blick auf die Wand, hier entsteht kein frisches Denken
So sollte es nicht sein: Kaum Tageslicht, Blick auf die Wand – hier entsteht kein frisches Denken

Das erwarten Arbeitnehmer von ihrem Arbeitsplatz

Laut einer Studie des Coworking-Anbieters Mindspace sind die Deutschen, was ihre Arbeitsumgebung angeht, genügsam. Aber insbesondere die jüngere Generation hat höhere Ansprüche.

So sollten neben funktionierender Technik und Ausstattung auch Raumklima und Beleuchtung stimmen. Doch mehr noch: Arbeitnehmer wünschen sich Räume zum Kreativsein.

Das sollten Arbeitnehmer von ihrem Arbeitsplatz erwarten (dürfen)

Nun müssen Büros oder Besprechungsräume nicht mit Bällebad und Billardtisch ausgestattet sein, um diesem Wunsch nachzukommen. Das macht auch keinen Sinn.

Den meisten reicht ein einfacher Rückzugsort, an dem sie ungestört sein und kreativ werden können – ein Raum für Ideen.

New Work Arbeitsumgebung: Viel Tageslicht, Blick aus dem Fenster, natürliche Materialien, kollegiale Atmosphäre
New Work im Großraumbüro: Viel Tageslicht, Blick aus dem Fenster, natürliche Materialien, kollegiale Atmosphäre

Darüber hinaus sollten Arbeitgeber bei der Bürogestaltung folgende Punkte beachten:

Für die Kreativität ist es nicht förderlich, einen Mitarbeiter mit Blick auf die Wand in eine Ecke zu setzen. Denn schon der Ausblick über den Monitorrand hinweg kann innovationsfördernd oder -hinderlich sein. Weitsicht ist besser als Kurzsicht, das gilt für die tatsächliche Büroaussicht ebenso wie für die Unternehmensführung.

Fällt der Blick eines Arbeitnehmers aus dem Fenster, idealerweise ins Grün, hilft das dem Denken. Mehr noch: Menschen, die in oberen Etagen arbeiten und einen weiten Ausblick genießen dürfen, sind visionärer als Menschen, die nur auf das Haus gegenüber schauen. Das belegen entsprechende Studien.

Auch die Büroausstattung ist wichtig und sollte nicht einzig und allein funktional sein. Wer weich sitzt, ist beispielsweise empfänglicher für neue Themen und Alternativen. Und große Flächen zum Beschreiben, wie etwa unser Denktisch oder der WhiteBlock, sorgen neben mehr Kommunikation im Büro auch für „größeres“ Denken.

Daneben sind auch scheinbare Kleinigkeiten, wie kostenloser Kaffee und Snacks, wichtige Bausteine für ein angenehmes Büroklima.

Jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie kommen in ein Büro, setzen sich auf einen bequemen Stuhl an einem schönen Schreibtisch. Dann starten Sie einen Laptop, der fix reagiert und Sie blicken aus dem Fenster auf ein weites, grünes Feld. Vor Ihnen steht eine Tasse frischgebrühter Bohnerkaffee. Dieses Büro ist Ihr Arbeitsplatz. Bei Bedarf können Sie ihn jedoch jederzeit verlassen, um an einem anderen Ort weiter zu arbeiten oder im Kreativraum an neuen Ideen zu feilen.

Klingt gut, oder? 🙂

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