TELEFON +49(0)211 966681-0

Der Rat der Jüngsten

15. Dezember 2024

Jung und unerfahren: Die Generation Z hat auf dem Arbeitsmarkt noch wenig zu sagen. Dabei schlummert in den jungen Arbeitnehmern ein riesiges Potenzial: Sie sind nah dran an den Problemen und Wünschen junger Menschen und können frischen Wind in eingestaubte Strukturen bringen.

Das Onlinemagazin Watson hat deshalb ein Gremium gegründet, das die jüngsten und unerfahrensten Mitglieder im Team zu Beratenden macht. Weil das Magazin selbst eine junge Zielgruppe anspricht und die Jüngsten an der am nächsten dran sind, ist das ein Geniestreich.

Aber die Entscheidung, mehr auf den Rat der Jüngsten zu setzen, hat noch andere Vorteile. Wir zeigen Ihnen, warum ausgerechnet der unvoreingenommene Blick der jungen Generationen so wichtig ist und wie Sie ihnen Gehör verschaffen.

Sehr junge Menschen ticken anders als junge Menschen

Menschen unter 20 ticken anders als Menschen Mitte oder gar Ende 20. Logisch, denn wer gerade zum ersten Mal alleine lebt und erste Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit geht, hat andere Wünsche und Sorgen als jemand, der diesen Schritt schon längst gegangen ist und erste Sicherheiten gewonnen hat.

Trotzdem vergessen viele Ältere das. „Junge Menschen“ werden im Arbeitsalltag als homogene Gruppe wahrgenommen. Dabei sind es gerade die Allerjüngsten, die neue Perspektiven und enormes kreatives Potenzial in Unternehmen bringen können: Sei es zu Inhalten, zu Workflows, zu interner Kommunikation oder zur Feedbackkultur.

Wir wissen aus der Hirnforschung, dass vor allem Menschen unter 25 – also insbesondere Azubis, Praktikantinnen und Berufseinsteiger – ein sehr hohes kreatives Potenzial haben. Ihr Gehirn ist noch nicht komplett ausgereift. Sie sind nicht so gut darin wie Erwachsene, impulsive und emotionale Handlungen zu unterdrücken. Gleichzeitig kann ihr Gehirn noch gut in eine Art Leerlaufmodus schalten. Sie können über längere Zeiträume an nichts Bestimmtes denken und die Kreativität so gewissermaßen von selbst fließen lassen.

So werden die Jüngsten zu Beratenden

Mit ihrem Kreativpotenzial können junge Menschen unter anderem notwendige Veränderungen anstoßen, Arbeitsabläufe verbessern und älteren Kollegen helfen, einen besseren Zugang zu neuen Technologien oder veränderten Arbeitsweisen zu finden.

Ein Rat der Jüngsten, wie ihn Watson gegründet hat, gibt den Jüngsten die Möglichkeit, ihre Ideen, Wünsche und Kritik in einem sicheren Rahmen zu besprechen und gemeinsam etwas zu bewegen. Praktikanten, Volontärinnen und die jüngsten Redakteure und Redakteurinnen des Magazins tagen alle zwei Wochen und besprechen Dinge, die sie beschäftigen.

Da geht es um Themen fürs Magazin und um deren kreative Umsetzung, um Organisatorisches, um den Arbeitsalltag und darum, was gut läuft und was nicht. Es geht nicht darum, Entscheidungen zu treffen, sondern darum, mitzugestalten und gehört zu werden. Zusätzlich hat der Rat der Jüngsten bei Watson die Aufgabe, bestimmte Dinge kritisch zu hinterfragen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Zum Beispiel: Wie benutzerfreundlich ist die Homepage?

So wird die Perspektive der Jüngsten auch in bestehende Unternehmensprozesse eingebunden – ziemlich clever, wie wir finden. Denn nicht zuletzt stärkt das die Bindung der jungen Talente ans Unternehmen.

Kategorien

Newsletter abonnieren

Unser kostenfreier Newsletter mit Tipps, Events und Artikeln rund um New Work, Ideenkultur und Innovation erscheint 1x pro Monat. Sie können Ihn jederzeit wieder mit einem Klick abbestellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Lüge Team Vertrauen Kooperation New Work moderne Arbeitswelt Ideenkultur Innovationskultur Workplace-Design Büro Change Transformation

Warum wir flunkern – und wie viel Ehrlichkeit Teams vertragen

15. Dezember 2025

Natürlich geht es mir gut! Klar, klingt spannend! Nein, stört mich überhaupt nicht, wenn du deinen Döner im Büro isst. Wenn wir solche Dinge sagen oder hören, sind es in vielen Fällen Lügen. Aus Höflichkeit, Selbstschutz oder aus Bequemlichkeit – kleine Unwahrheiten gehören zu unserem... mehr lesen

introvertiert innovation kreativitaet hr ideenkultur new work moderne arbeitswelt teamwork workplace design

Warum niemand laut sein muss, um etwas zu bewegen

1. Oktober 2025

Ein Meetingraum, neun Kollegen aus verschiedenen Abteilungen sitzen sich im Halbkreis gegenüber. Heute geht es um einige Änderungen an einem wichtigen Pitch. Die Diskussion ist hitzig – und, ihr kennt das: Ihr habt Euch im Kreis gedreht, mehrere Abschweifungen genommen, seid euch gegenseitig... mehr lesen

Desksharing Schreibtischkonzept Workplace-Design New-Work moderne Arbeitswelt Büro Transformation Team-Office-Prinzip Change Ideenkultur Partizipation Beteiligung Innenarchitektur Arbeitsmodell Home-Office Telearbeit

Mehr als Deko: Bilder eurer Liebsten gehören (auch) ins Büro

1. Mai 2026

Aus dem Bilderrahmen neben eurem Monitor ziehen eure Kinder lustige Grimassen, auf dem Desktop schaut ihr nach dem Start des Laptops auf ein Foto aus dem letzten Sommerurlaub. Die Familie strahlt mit der Sonne um die Wette. Was auf den ersten Blick wie ein (zu) intimer Einblick ins Privatleben... mehr lesen

Gen Z Dialog Smartphone HR Personal junge Generation Ausbildung Workplace Design Innovation Ideenkultur New Work Training Führung Recruiting

Diese Angst hält Gen Z zurück: Warum Gespräche schwieriger werden

15. Januar 2026

Wortgewandt im Chat, zurückhaltend im Meeting – und telefonisch nicht erreichbar: Die Generation Z kommuniziert anders als ältere Generationen. Sie ist digital versiert, vermeidet aber Gespräche von Angesicht zu Angesicht. Das führt nicht nur häufig zu Missverständnissen. Es verstärkt auch... mehr lesen