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Hätten Sie Anfang März geglaubt, dass es mög­lich ist, ein Unternehmen am Laufen zu hal­ten, wenn kei­ner der Angestellten mehr zur Arbeit kommt? Haben Sie im April immer noch nicht dar­an geglaubt, als schon in vie­len Büros gäh­nen­de Leere herrsch­te? Nun, es ist September und das Abendland ist immer noch nicht unter­ge­gan­gen.

Wir haben aus der Corona-Pandemie eini­ges gelernt. Dass man mit den Augen lächeln kann. Dass schon Kleinkinder in der Lage sind, in ihre Ellenbogen zu hus­ten. Dass Nudeln und Mehl zwar satt, aber nicht glück­lich machen. Und auch, dass unse­re Unternehmen viel fle­xi­bler, moder­ner und digi­ta­ler sind als ange­nom­men.

Wie ein Virus eine Revolution auslöste

Home-Office? Früher bei den meis­ten undenk­bar, jetzt dau­er­haf­ter Normalzustand. Arbeitszeiten, die par­al­le­le Kinderbetreuung ermög­li­chen? Sofort geneh­migt. Persönliche Meetings? Braucht kein Mensch mehr. Das Virus namens SARS-CoV‑2 hat eine digi­ta­le Arbeitsrevolution aus­ge­löst.

Für die Arbeitswelt hat die Pandemie nicht nur gra­vie­ren­de wirt­schaft­li­che Konsequenzen. Sie zeigt auch, wie das Arbeiten nach Corona aus­se­hen könn­te. Und zwingt uns, unse­re Einstellung zur Arbeit zu über­den­ken. Denn noch längst ist nicht alles aus­ge­reift, was Ende März aus dem Ärmel gezau­bert wur­de.

Die Erwartungen ans Arbeiten haben sich verändert

Die Erwartungen von Arbeitnehmern und Führungskräften ans Arbeiten haben sich seit Beginn der Pandemie dras­tisch ver­än­dert. Zu die­sem Ergebnis kommt eine Studie der Adecco Group.

Die wich­tigs­ten Erkenntnisse der Studie:

  • Home-Office hat Vor‑, aber auch Nachteile. Ohne den per­sön­li­chen Kontakt geht es nicht. So wün­schen sich rund drei Viertel der Arbeitnehmer für die Zukunft ein hybri­des Modell, das sowohl die Arbeit im Büro als auch die Arbeit von zu Hause erlaubt. Ebenfalls inter­es­sant: Die idea­le Aufteilung liegt für die meis­ten bei 50/50.
  • Die 40-Stunden-Woche hat aus­ge­dient. Stattdessen favo­ri­sie­ren zwei Drittel der Befragten Arbeitsmodelle, die nicht nach Arbeitsstunden, son­dern nach Zielen defi­niert sind.
  • Mitarbeiter zu moti­vie­ren und zu för­dern und Teams zusam­men­zu­hal­ten ist schwe­rer, wenn der per­sön­li­che Kontakt weg­fällt. Führungskräfte mit hoher emo­tio­na­ler Intelligenz sind des­halb gefrag­ter als je zuvor. Das bringt noch mehr Anforderungen an Manager mit sich.
  • 60 Prozent der Befragten gaben an, die Pandemie habe ihre tech­ni­schen Kenntnisse ver­bes­sert. Sie möch­ten ihre Fähigkeiten aber wei­ter aus­bau­en.

Eine einmalige Chance

Zweifellos wird uns Corona noch eine gan­ze Weile beglei­ten und pri­vat wie beruf­lich unse­ren Alltag bestimm­ten. Doch jetzt haben wir die ein­ma­li­ge Chance zu ent­schei­den, wie wir die Arbeitswelt nach Corona gestal­ten wol­len.

Eine ein­fa­che Rückkehr zum alten Modell wird kaum jeman­den über­zeu­gen. Genauso wei­ter machen ist viel­leicht auch nicht die bes­te Lösung. Wie bei allem gilt: Die Balance macht‘s. Immer nur Nudeln, das wis­sen man­che von uns jetzt ganz gut, schme­cken auf Dauer schließ­lich auch nicht.

Wie sieht nun der nächs­te Schritt aus – und vor allem: wo lau­ern Fehltritte? Die Antworten dar­auf fin­den Führungskräfte in unse­rem Visions-Workshop aus dem NEUstart-Programm.

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