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Ausschlafen statt Berufsverkehr, neben­bei die Hausarbeit erle­di­gen, Pakete ent­ge­gen neh­men oder den Handwerker rein las­sen: Die Arbeit im Homeoffice bringt vie­le Annehmlichkeiten mit sich. Für die Gesundheit ist sie aller­dings nicht unbe­dingt för­der­lich. Denn das Arbeiten von zu Hause mag zeit­spa­rend und aus­ge­nom­men prak­tisch sein. Es kann aber auch kör­per­lich und psy­chisch krank, ein­sam und sogar unkrea­tiv machen.

Das Sofa ist kein adäquater Arbeitsplatz

Der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zufol­ge sind Arbeitnehmer, die sehr fle­xi­bel und/oder häu­fig von zu Hause arbei­ten, stär­ker gesund­heit­lich gefähr­det als ihre Kollegen im Büro. 41 Prozent von ihnen kla­gen über ein erhöh­tes Stresslevel. Bei den Arbeitnehmern im Büro sind es „nur“ 25 Prozent. Doch nicht nur der Stress, der mit fle­xi­ble­ren Arbeitsformen ein­her­geht, trägt zu die­ser Gefährdung bei.

Schon die Arbeitsausstattung kann zu Problemen füh­ren. Zwar müs­sen Heimarbeitsplätze in Deutschland eigent­lich den glei­chen Vorschriften ent­spre­chen wie Büroarbeitsplätze. In der Realität wei­chen Arbeitnehmer zu Hause aber auf den Esstisch oder gar das Sofa aus. Doch das ist aus ergo­no­mi­scher Sicht nicht ide­al. Auf Dauer macht sich das kör­per­lich bemerk­bar.

Wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen

Weil Arbeit und Familienleben weni­ger klar getrennt sind, führt regel­mä­ßi­ges Arbeiten im Homeoffice bei vie­len Arbeitnehmern zu Stress. Klare Grenzen zwi­schen Arbeitszeit und Freizeit gibt es häu­fig nicht mehr. Auch, weil Menschen zu Hause laut ILO meist mehr arbei­ten als sie eigent­lich müss­ten.

Wer im Homeoffice ist, arbei­tet zudem allei­ne. Auch das mag auf den ers­ten Blick ange­nehm erschei­nen: Keine Kollegen, die die Ruhe stö­ren, kei­ne Meetings, kei­ne Kleiderordnung. Wer mag kann den gan­zen Tag im Schlafanzug arbei­ten. Doch Einsamkeit tut nicht jedem gut. Wenn der per­sön­li­che Kontakt mit Kollegen aus­bleibt, geht der Spaß an der Arbeit schnell ver­lo­ren. Die Folge ist im Ernstfall sozia­le Isolation.

Homeoffice macht unkreativ

Homeoffice macht aber nicht nur ein­sam, son­dern sogar unkrea­tiv. Zwar haben wir unse­re bes­ten Ideen oft auf dem Sofa. Allerdings ten­den­zi­ell eher nach Feierabend – dann näm­lich, wenn wir nicht mit ihnen rech­nen.

Richtig gut wer­den die­se Ideen auch erst, wenn sie gemein­sam mit Kollegen wei­ter­ge­spon­nen wer­den. So etwas pas­siert aber nur im per­sön­li­chen Gespräch – nicht am Telefon oder per E‑Mail.

Wer also am nächs­ten Tag nicht ins Büro geht, kann kei­nem von sei­nem bril­lan­ten Einfall erzäh­len. Echte Kollaboration braucht am Ende eben doch phy­si­sches Zusammensein. Da hilft auch kei­ne Videokonferenz.

Besser als Homeoffice: Schaffen Sie im Büroalltag Rückzugsräume

Homeoffice ist eine tol­le Erfindung. Allerdings nur dann, wenn das Arbeiten von Zuhause nicht zum Dauerzustand wird. Wenn ein Kind krank ist, ein Handwerker kommt oder Sie drin­gend etwas in Ruhe bear­bei­ten müs­sen, ist es gesund­heit­lich unbe­denk­lich, den Arbeitsplatz tem­po­rär nach Hause zu ver­le­gen.

Für die Kreativität ist es frei­lich am bes­ten, wenn Sie sich im Büroalltag bewusst Möglichkeiten schaf­fen, das Tagesgeschäft kurz hin­ter sich zu las­sen und mit ande­ren aus­zu­tau­schen. Vielleicht, indem Sie sich zum Kaffeetrinken mit ein paar Kollegen auf ein beque­mes Sofa set­zen.

Übrigens: Wie Sie sol­che Möglichkeiten für Ihre Mitarbeiter schaf­fen kön­nen, erklä­ren wir Ihnen ger­ne im per­sön­li­chen Gespräch. Sprechen Sie uns ein­fach an oder schau­en Sie sich auf unse­rer Website an, wie wir Ihnen bei der Optimierung Ihrer Arbeitsumgebung hel­fen kön­nen. Und ein pefek­tes Tool für das Vier-Augen-Brainstorming ist der DenkTisch aus Papier.

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