Kurze Frage: Wozu braucht ein Feuerwehrmann Mathe?
Nun, ganz einfach gesagt, wer rechnen kann, kann schnell überschlagen, wie viel Wasser oder Löschmittel zur Bekämpfung eines Brandes notwendig sein wird. Dieses Wissen kann mitunter Leben retten. Für Einsatzkräfte hat Mathe also einen ganz praktischen Nutzen.
Doch auch wer in der Schule in dem Fach eine Niete war, kann bei der Feuerwehr damit glänzen. Denn Wissensvermittlung kennt viele Wege – und Räume. Sie muss nicht frontal im Hörsaal stattfinden. Sollte sie auch nicht.
Wir lernen von unseren Kindern, von unseren Eltern, von Kolleginnen und Kollegen, aus Büchern oder in Gesprächsrunden, in Meetings und beim lockeren Austausch. Immer dann, wenn das Gelernte einen praktischen Nutzen hat, direkt geübt wird, oder wir gar nicht merken, dass wir etwas lernen, haftet es am besten.
So weit, so großartig. Die schlechte Nachricht: Top-down-Wissensvermittlung funktioniert nicht ganz so gut – und das kann Unternehmen vor größere Herausforderungen stellen. Schließlich ist permanente Weiterbildung wichtig wie nie.
Aber wie vermittelt man Wissen, wenn im Schulungsraum keiner (mehr) etwas lernt?
Tatsächlich war das Konzept Vorlesung aka Frontal-Unterricht noch nie besonders gut. Denn es braucht schon sehr viel intrinsische Motivation oder wenigstens hervorragende Entertaining-Qualitäten eines Dozenten, um theoretisches Wissen aus einem Vortrag aufzunehmen, zu behalten und später noch praktisch anzuwenden.
Theorie ist wichtig, aber sie bildet im Beruf nur das Fundament. Der Rest besteht zu einem großen Teil aus Erfahrung, Übung, Nachahmung und Reflexion. Das alles findet aber nicht im Schulungsraum statt, sondern anderswo: in Teeküchen, Teambüros, in digitalen Lernräumen über Chats und Hilfetools, in Kundengesprächen, Feedbackrunden oder Workshops. Und immer häufiger auch in KI-Coaching-Spaces.
Der beste Ort zum Lernen ist in vielen Fällen der eigene Arbeitsplatz. Hier können wir neu erworbenes Wissen oder Fähigkeiten unmittelbar testen und anwenden. Das gilt für Feuerwehrleute genau wie für Büromenschen.
Informelles Lernen findet hier vor allem durch gemeinsame Problemlösung, Teamwork, Austausch, Feedback und das Beobachten der Kollegen statt.
Je nach Job und Lerntyp bieten sich aber auch digitale Lerninhalte und -räume besonders an. Die sollten idealerweise auf konkrete Problemstellungen im Unternehmen angepasst sein.
Aber auch klassische Lernräume sind wichtig. Sie sollten allerdings so eingerichtet sein, dass sie unkompliziert an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden können: Workshops brauchen Platz, Tandems sitzen sich am besten gegenüber. Für Präsentationen ist eine Stuhlreihung unter Umständen sinnvoll, für Diskussionen eher ein Stuhlkreis.
Idealerweise lernen wir bei der Arbeit nicht nur für die Arbeit, sondern nehmen neues Wissen in andere Lebensräume mit.
Unser Feuerwehrmann, der Mathe in der Schule nichts abgewinnen konnte, hat in seinem Job etwas gelernt, das ihn nicht nur im Beruf weiterbringt.
Zu Hause hilft er mit dem praktischen Wissen vielleicht seiner Tochter bei den Hausaufgaben. Dabei erlernt er weitere soziale Kompetenzen: Geduld etwa. Eine Fähigkeit, die wiederum auch im Berufsleben Bedeutung hat.
Wollt ihr wissen, warum vor allem Kreativräume ideale Lernorte sind? Dann überzeugt euch gerne von unserem Konzept – entweder direkt hier, im Gespräch mit uns oder auch vor Ort in Düsseldorf in der Goldenen Idee.
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