Teeküchen sind mehr als Verpflegungsorte. Sie sind Treffpunkte und Kreativräume, und sie können selbst Workshopräume ersetzen. An einer Teeküche erkennen Sie, ob im Unternehmen jeder sein eigenes Süppchen kocht oder alle zusammenarbeiten.
Warum es mehr braucht als Wasserkocher und Kaffeemaschine, wie Küchen in Unternehmen zu zentralen Kommunikationsorten werden und wie davon alle profitieren, erklären wir in diesem Artikel.
In vielen Unternehmen ist die Teeküche mehr Abstellkammer als Aufenthaltsraum. Oft gibt es Wasserkocher und Kaffeemaschine, Kühlschrank, Mikrowelle und alles, was es braucht, um sich Getränke oder auch Essen zuzubereiten.
Allerdings wird es eng, sobald sich im Raum mehr als zwei Personen aufhalten. Zum Verweilen ist hier kein Platz, die Botschaft ist klar: Wer seinen Kaffee geholt hat, hat seine Pause schon genug ausgereizt. Zeit, an den Schreibtisch zurückzukehren.
An der Büroküche lässt sich nicht nur ablesen, wie viel Wert der Pause im jeweiligen Unternehmen eingeräumt wird. Sie zeigt auch, wie es um das Teamwork bestellt ist. Schließlich gibt es kaum etwas, das Teams so gut zusammenschweißt wie regelmäßige gemeinsame Pausen.
Und die werden idealerweise mit einem Kaffee oder Snack kombiniert, Teamwork geht bekanntlich genauso durch den Magen wie Liebe. Das gemeinsame Essen lenkt ganz automatisch vom Alltagsgeschäft ab und kurbelt die Kreativität an.
Eine gut eingerichtete Gemeinschaftsküche ist deshalb eine Geste der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. Eine, die sich für Unternehmen hundertfach auszahlt. Denn: Hier werden Pausen verbracht, hier knallen Sektkorken und hier werden Belanglosigkeiten ausgetauscht. Aber hier werden auch Austausch und Kommunikation gefördert, Teamgefühl und Zusammenhalt gestärkt, und Kreativität und Produktivität der Mitarbeiter gesteigert.
Teamwork fördernde Küchen können je nach Zweck und Nutzung sehr unterschiedlich aussehen. Für alle gilt: Schaffen Sie eine Wohlfühlatmosphäre mit ausreichend Raum und Sitzmöglichkeiten. Tageslicht ist ein Muss, eine hochwertige Ausstattung sinnvoll. Alles andere ist vom Zweck der Küche abhängig.
Wollen Sie z.B. eher eine klassische Teeküche für die kurze Pause zwischendurch einrichten? Dann reicht eine großzügige Küchenzeile mit guten Getränken und Snacks, sowie gemütlichen Sitzmöglichkeiten oder Hocker mit kleinem Tresen völlig aus.
Die Gemeinschaftsküche ist Anlaufstelle Nummer 1 für alle, die die Mittagspause nicht auswärts oder in der Kantine verbringen. Hier darf und soll gemeinsam gekocht werden. Die Ansprüche an Ausstattung und Platzangebot sind hier noch einmal deutlich höher. Je nach Größe können Teams hier gemeinsam ihr Mittagessen zubereiten. Feste Kochrituale sind denkbar, eine gute Nutzungs-Planung wichtig.
Schon mal vom Meet & Eat gehört? Bei dieser Form des Workshops werden Essen und Lernen miteinander verbunden. Und natürlich braucht es für solche Vorhaben wiederum eine Küche, die das möglich macht. Ideal ist dafür z.B. eine Café- oder Baratmosphäre. Gemütlich soll es sein, aber es braucht z.B. auch eine gute Akustik, angenehmes Licht, Raum für Bewegung und eine (technische) Einrichtung die nicht ausschließlich aufs Essen ausgelegt ist.
Wir alle wissen aus Erfahrung: Putzpläne funktionieren selbst in kleinen Wohngemeinschaften oft nicht richtig. Und die schönste Küche nutzt nichts, wenn sie verdreckt ist. Deshalb sollten Sie die Konsequenzen, die die Küche mit sich bringt, bereits bei der Planung mitdenken.
Je stärker eine Küche frequentiert wird, desto geringer ist das Verantwortungsgefühl der Einzelnen. Dass Spülmaschinen ein- und ausgeräumt werden, ist nicht selbstverständlich.
Je nach Firmengröße können Zuständigkeiten verteilt werden. Wichtig: Wer z.B. die Verantwortung für die Kaffeemaschine trägt, dem muss dafür auch Zeit eingeräumt werden. Doch es lohnt, auch die Küche bei der professionellen Reinigung mitzudenken. Auch das ist Wertschätzung.
Wir wissen: Teeküchen sollten in der Bürogestaltung nicht nur als Nice-to-have mitgedacht werden. Denn sie sind zentrale Orte, um die herum sich die Arbeit abspielt – praktisch das moderne Lagerfeuer für die Gruppe.
Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, wie wir solchen zentralen Treffpunkte räumlich umsetzen, sprechen Sie uns gerne an – oder buchen Sie doch mal einen Workshop in unserem New Work Lab „Zur Goldenen Idee“ und lassen Sie sich das Ganze bei leckerem Essen durch den Magen gehen.
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