Der Computer läuft, das Handy piepst, die Uhr tippt ans Handgelenk, weil auch auf dem Privathandy Benachrichtigungen eingelaufen sind. Selbst in der Mittagspause ruft ihr noch „kurz“ eure E-Mails ab und esst nur nebenbei. Kommunikation am Arbeitsplatz verlagert sich seit dem Home-Office-Boom stetig weiter ins Digitale.
Diese Digitalisierung ermöglicht einerseits ein ganz anderes, flexibles und ortsunabhängiges Arbeiten. Doch die permanente Vernetzung hat auch ihre Schattenseiten: Digitale Erschöpfung. Sie killt Kreativität und vernebelt den Fokus aufs Wesentliche.
Regelmäßiges Abschalten hilft ungemein weiter. Die Verantwortung dafür sollten Arbeitgeber allerdings nicht allein auf ihre Mitarbeitenden abdrücken. Auch Unternehmen können dazu beitragen, Mitarbeitende mental zu entlasten und die Produktivität zu steigern.
Manchmal reichen schon ein paar Minuten ohne Bildschirm, um den Kopf freizubekommen – vorausgesetzt, sie sind fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Denn so wie der Körper Abwechslung vom ständigen Sitzen braucht, benötigt das Gehirn analoge Pausen.
Wir haben einige Vorschläge gesammelt, wie solche Digitalpausen aussehen können und was Arbeitgeber tun sollten, um sie zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur zu machen:
Vielen Menschen fällt es mittlerweile äußerst schwer, nicht jede Pause mit dem Blick aufs Handy zu füllen – egal ob im Privatleben oder auf der Arbeit. Umso wichtiger ist es, die Mitarbeitenden zu echten Pausen zu zwingen.
Denn genau diese Momente der ungefüllten Zeit und Langeweile fördern die Kreativität und geben neue Motivation. Wer sich also Zeit für das Nichtstun nehmen muss, gibt seinem Gehirn Raum, neue Ideen zu entwickeln. Und wenn es alle tun (müssen), fühlt es sich sehr schnell gar nicht mehr komisch an.
Digitale Arbeit führt zu digitalem Stress – und sie steigert damit auch das Burnout-Risiko. Eine Studie der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT identifiziert zwölf Belastungsfaktoren, die bei der Arbeit mit digitalen Medien und Technologien besonders belastend sind, darunter ständige Unterbrechungen, Leistungsüberwachung und Verletzungen der Privatsphäre. Die Forschenden empfehlen Arbeitgebern, digitalen Stress in psychischen Gefährdungsbeurteilungen zu berücksichtigen und möglichst frühzeitig und umfassend gegenzusteuern.
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