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Spielerisch eingespielt: Die besten Spiele fürs Teambuilding

17. Januar 2023

Wussten Sie, dass die Verfasserin dieses Blogartikels dreimal in einer Jugendauswahl des DFB spielte, ehe eine Knieverletzung sie zwang, ihre Fußball-Karriere aufzugeben? Dass sie auch an der Nähmaschine über ein gewisses Talent verfügt und fast ihre gesamte Kleidung selbst näht? Und dass sie sich vor Schokolade in jeglicher Form ekelt?

Zwei dieser Fakten sind übrigens wahr. Einer ist frei erfunden. Wahrscheinlich haben Sie schon eine Vermutung, welcher das ist. Das freut uns, denn es zeigt, dass Sie mit uns spielen möchten. Und das tun wir viel zu selten – vor allem im Job.

Spielen macht nämlich nicht nur Spaß. Es verbessert außerdem die Kommunikation, stärkt das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe und eignet sich damit bestens fürs Büro. Denn beides ist wichtig für nachhaltiges Teambuilding.

Wie Sie Spiele gezielt zum Teambuilding einsetzen können und welche Spiele sich am besten für welchen Zweck eignen, möchten wir Ihnen in einer Artikelserie erklären. In diesem Teil dreht sich alles um Spiele, die das Kennenlernen erleichtern und eine solide Basis für nachhaltig gutes Teamwork schaffen.

So setzen Sie Spiele zum Teambuilding ein

Es gibt zum Kennenlernen im Arbeitskontext wenig, das noch ungeeigneter ist als Vorstellungsrunden. Wie Sie heißen, wissen die anderen unter Umständen schon. Wie alt Sie sind, sieht man Ihnen vielleicht ungefähr an. Wo sie wohnen, haben die meisten nach fünf Minuten vergessen. Und, pardon, für Ihren beruflichen Werdegang interessiert sich niemand wirklich.

Es macht einen immensen Unterschied, ob ein Team schon beim Kennenlernen schöne gemeinsame Erinnerungen schafft oder ob die Vorstellungsrunde zur oberflächlichen Selbstdarstellungsshow wird.

Gute Nachrichten: Ersteres ist leichter als Sie denken – spielerisch leicht, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir stellen Ihnen drei Spiele vor, die nicht nur Spaß machen, sondern dafür sorgen, dass Ihre Teammitglieder sich (besser) kennenlernen und gleichzeitig eine Grundlage für die spätere Zusammenarbeit, den Vertrauensaufbau und die Team-Effizienz schaffen.

Zwei Wahrheiten und eine Lüge

Dieses Spiel eignet sich hervorragend für den Einstieg in ein gemeinsames Projekt – vor allem dann, wenn die Teammitglieder sich noch nicht sonderlich gut kennen. Statt sich selbst mit herkömmlichen harten Fakten vorzustellen, notieren alle Teammitglieder drei ungewöhnliche Dinge über sich selbst.

Die werden dann in der Runde vorgestellt. Wie unsere Einleitung und der Name des Spiels vermuten lassen, ist jedoch einer der Fakten eine Lüge. Welcher das ist, müssen die anderen nun per Abstimmung herausfinden.

Die Teilnehmer lernen sich so auf einer sehr persönlichen Ebene kennen, können aber selbst bestimmen, wie viel sie über sich preisgeben möchten. Im Anschluss haben alle gleich mehrere Gesprächsthemen. Vielleicht mögen Sie ja auch keine Schokolade und können sich mit unserer Autorin verbünden.

Wenn die Teammitglieder sich schon etwas besser kennen, können ähnliche, auf kuriosen Fakten basierende Spiele als Ratespiel eingesetzt werden. Dann überlegt sich jeder Teilnehmer etwas, das die anderen nicht über ihn wissen. Ein Teammitglied liest die Fakten in zufälliger Reihenfolge vor und die anderen müssen raten, zu wem die Aussage am besten passt.

Die blinde Bildbeschreibung

Dieses Kennenlernspiel ist gleichzeitig eine tolle Kreativitätsübung und eignet sich sowohl für eingespielte Teams als auch für solche, die noch am Anfang ihrer Zusammenarbeit stehen.

Das Team wird in Paare aufgeteilt, die sich mit dem Rücken zueinander positionieren. Einer der beiden bekommt ein Bild mit einem einfachen Motiv – etwa ein Baum, eine Waschmaschine oder eine Schaukel. Die Partner bekommen ein Blatt Papier und einen Stift und müssen malen, was ihre Teamkollegen beschreiben.

Die dürfen allerdings nicht sagen, was auf dem Bild abgebildet ist oder was das Abgebildete macht, sondern müssen mit Eigenschaften beschreiben, was sie sehen – etwa indem sie Formen, Texturen oder Größen benennen. Statt also zu sagen, dass auf einem Bild eine Waschmaschine zu sehen ist, können sie etwa von einem Rechteck mit einem großen dunklen Kreis in der Mitte sprechen, an dessen oberem Rand in einer waagerechten Reihe weitere kleine, helle Kreise zu sehen sind.

Die blinde Bildbeschreibung fördert Kommunikation (insbesondere das Zuhören), die Konzentration aufs Wesentliche und die Kreativität. Insbesondere wenn sie häufiger gespielt wird, werden die Mitspieler mit der Zeit immer besser darin, Motive zu beschreiben und „blind“ zu malen. Das fördert dann auch das „blinde Vertrauen“ unter den Gruppenmitgliedern.

Die Suche nach dem gemeinsamen Nenner

Dieses Spiel eignet sich bestens für Gruppen, in denen die Zusammenarbeit wegen interner Differenzen hakt, aber auch für solche, deren Mitglieder sich bislang kaum kennen. Teilen Sie Ihr Team in Kleingruppen von drei bis fünf Personen auf und geben Sie diesen Teams die Aufgabe, möglichst viele (nicht zu banale oder offensichtliche) Gemeinsamkeiten zu finden.

Vielleicht haben alle schon einmal Urlaub auf Korfu gemacht? Oder sie verbringen, wie unsere Autorin, einen großen Teil Ihrer Freizeit an der Nähmaschine? Vielleicht haben sie die gleichen Lieblingsserien, eine Vorliebe für Kakteen oder eine Abneigung gegen Glühwein?

Die gemeinsamen Nenner stellen die Kleingruppen im Anschluss den restlichen Teammitgliedern vor. Die wiederum werden sich zum Teil ebenfalls mit den Aussagen identifizieren können.

Diese Übung hilft dabei, über gemeinsame Vorlieben oder Abneigungen eine persönlichere Verbindung zu Kollegen aufzubauen, Kommunikation zu üben oder Differenzen zu überwinden.

Von gutem Teambuilding profitieren alle

Spiele wie die oben beschriebenen sind eine willkommene Abwechslung im normalen Arbeitsalltag und ein probates Mittel, einzelne Teams zu stärken.

Nebenbei fördern sie die generelle Kommunikation, Arbeitsmotivation und die Kooperationsfähigkeit, wirken Silobildung entgegen, vor allem wenn die Teams sehr heterogen aufgestellt sind. Und sie wirken sich positiv auf das Betriebsklima und die Unternehmenskultur aus.

Zudem fördern Spiele die Konzentration und wecken den Ehrgeiz. Weil das so ist, haben Sie die Lüge aus unserer Einleitung vermutlich längst als solche erkannt. Doch der Vollständigkeit halber: Unsere Autorin hat nie gut genug Fußball gespielt, um in eine Auswahlmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes aufgenommen zu werden. Das Beste daran: Ihr Knie hat sie sich auch noch nie verletzt.

Übrigens… Noch mehr Ideen fürs Teambuilding finden Sie hier: 10 Top-Tipps für nachhaltiges Teambuilding

Und welche Rolle die Arbeitsumgebung bei der Förderung von gutem Teamwork spielt, erklären wir Ihnen in unserem Video: Was fördert Teamwork – Das Team-Office-Prinzip im Überblick

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