TELEFON +49(0)211 966681-0

So gelingt die Teamarbeit auch im Home-Office

16. Oktober 2022

Angenommen, Sie müssten sich entscheiden: Würden Sie lieber für immer im Home-Office arbeiten oder im Büro? Eine gemeine Frage, denn natürlich ist die Mischung am besten. Aber trotzdem eine aufschlussreiche. Schätzungen zufolge würden sich nämlich ziemlich genau die Hälfte aller Arbeitnehmer für das eine und die andere Hälfte für das andere entscheiden.

Und, das ist das eigentlich Interessante: Für ihre Entscheidung nennen beide Seiten denselben Grund. Weil sie sich dort besser auf die Arbeit konzentrieren können.

Das Home-Office hat viele nennenswerte Vorzüge, doch es hat auch einen ganz erheblichen Nachteil: Es erschwert die Teamarbeit und fördert ganz nebenbei das Silodenken. Doch Kollaboration kann auch gelingen, wenn Kommunikation weitgehend virtuell stattfindet.

Was es dazu braucht und warum der persönliche Kontakt trotzdem unverzichtbar ist, erläutern wir in diesem Artikel.

Ohne Teamwork keine Innovation

Ob Sie es nun gut finden, oder nicht: Das Home-Office bleibt. Nicht nur, weil der nächste Corona-Winter in den Startlöchern steht. Sondern vor allem, weil Unternehmen auf der Suche nach qualifiziertem Personal zunehmend globaler agieren werden und neue Mitarbeiter auch mit ortsunabhängigen Stellen locken müssen. Gleichzeitig wird gutes Teamwork immer wichtiger. Denn wo keine Zusammenarbeit stattfindet, gibt es auch keine Innovation.

Eine unternehmensinterne Studie von Microsoft offenbart, wie drastisch sich das Home-Office auf die Kollaboration auswirken kann. Darin analysiert Microsoft das Kommunikationsverhalten der Mitarbeiter im Zeitraum von Dezember 2019 bis Juni 2020. Wer hat mit wem wann ein Online-Meeting gehabt? Wer mit wem telefoniert oder gechattet? Wie lange? Spontan oder geplant?

Weil bei Microsoft auch vor der Corona-Pandemie schon fast 20 Prozent der Mitarbeiter im Home-Office arbeiteten, konnten durch die Pandemie bedingte Effekte herausgerechnet werden. Ergebnis der Studie: Es wurde im Home-Office nicht nur weniger kommuniziert als vorher, sondern auch kürzer.

Die teamübergreifende Zusammenarbeit leidet im Home-Office

Videokonferenzen sind gut geeignet, um teaminterne Projekte abzustimmen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Gibt es dazu noch ein gutes Chatprogramm zur persönlichen Kommunikation mit den Kollegen, sowie ein paar feste, teaminterne Rituale, und ist der Zusammenhalt im Team generell gut, dann steht einer guten virtuellen Zusammenarbeit nichts im Weg.

Wird es hingegen auf persönlicher oder sachlicher Ebene komplizierter oder kommen Unsicherheitsfaktoren wie unbekannte Ansprechpartner oder unterschiedliche Zielvorstellungen von verschiedenen Abteilungen dazu, wird es schon wesentlich schwieriger.

Die teamübergreifende Zusammenarbeit leidet im Home-Office und dem Silodenken ist noch schwerer entgegenzusteuern als im normalen Büroalltag.

Dann braucht es digitale Kommunikationstools, die echte Kommunikation besser abbilden können. Für Oliver Sträter, Arbeitswissenschaftler an der Universität Kassel, sind das beispielsweise Videotools, die Teilnehmer an den runden Tisch setzen, statt sie in Kacheln nebeneinander auf den Bildschirm zu bringen.

Diese gehen weg von der reinen inhaltlichen Informationsweitergabe und beziehen die psychologische Ebene mit ein – indem Konferenzteilnehmer sich zum Beispiel in die Augen sehen können. Das allein, so Sträter im Interview mit dem Deutschlandfunk, steigere schon die Motivation und die Bereitschaft, aufeinander einzugehen.

Der persönliche Kontakt ist unverzichtbar

Wir haben es eingangs bereits erwähnt: Die Mischung macht’s. Deshalb glauben wir, dass hybride Arbeitsformen immer wichtiger werden. Für die ganz wichtigen (teamübergreifenden) Meetings können alle persönlich im Unternehmen auftauchen. Und regelmäßige Teamtage in Präsenz sorgen dafür, dass alle eine gute Grundlage für die weitere digitale und persönliche Zusammenarbeit haben.

Doch wie können Sie diejenigen, die am liebsten nur noch zu Hause arbeiten würden, ohne Druck oder gar Zwang ins Büro zurück locken? Ganz einfach: Mit besseren Arbeitsumgebungen.

Wenn die Hälfte Ihrer Mitarbeiter lieber zu Hause arbeitet, weil sie sich dort besser konzentrieren oder zwischendurch Energie tanken kann, schaffen Sie Stillarbeitszonen und Rückzugsräume. Auch die eine oder andere Couch, auf der man mal die Füße hochlegen und die Augen schließen darf, wirkt sich nachweislich positiv aufs Arbeitsklima aus.

Sollen wir Sie davon überzeugen? Dann sprechen Sie uns gerne an!

Newsletter abonnieren

Unser kostenfreier Newsletter mit Tipps, Events und Artikeln rund um New Work, Ideenkultur und Innovation erscheint 1x pro Monat. Sie können Ihn jederzeit wieder mit einem Klick abbestellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Pause Arbeitszeit New Work Ideenkultur Innovation Produktivität Effizienz Personal Arbeitspause Gesundheit_hr Studien Arbeitsrecht moderne Arbeitswelt

Warum Sie Ihre Mitarbeiter fürs Nichtstun bezahlen sollten

15. November 2023

Wer zu oft Pause macht, hat ein Konzentrationsproblem. Wer zu lange Pause macht, ist faul. Wer nie Pause macht, hingegen äußert engagiert. Stimmt das? Natürlich nicht. Doch diese Annahmen sind absurderweise in den Köpfen vieler Arbeitnehmer und Arbeitgeber noch immer fest verankert. Wahr ist... mehr lesen

Traumjob HR Job bauen Personal New Work moderne Arbeitswelt Beruf Feedbackkultur Fehlerkultur Führung

Ein Traumjob kommt selten durch Zufall

7. März 2024

Ein wenig Zufriedenheit, eine Prise Anerkennung, eine große Portion Flexibilität, ein Teelöffel Verantwortung, je eine Messerspitze Talent und Mitbestimmung, viele erfüllende Aufgaben – und möglichst keine nervigen: Fertig ist der Traumjob. Zugegeben: Ihn zu finden ist nicht ganz so leicht... mehr lesen

Johari Fenster blinder Fleck Charakter Kommunikation Personal Team Teamplay New Work Teamwork

Mit dem Johari-Fenster zu besserem Teamwork

9. April 2024

Wie gut kennen Sie Ihre Macken? Und wie steht es um die Ihrer Kollegen? Lassen Sie uns raten: Die haben viel mehr seltsame Charaktereigenschaften als Sie selbst. Das Problem ist nur: Das denken Ihre Kollegen auch von Ihnen. Der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung ist eines der... mehr lesen

Jung hilft Alt Reverse Mentoring alte Hasen Personal New Work Teamwork Wissenstransfer HR Führungskräfteentwicklung Azubis moderne Arbeitswelt

Lebenslanges Lernen: Jung hilft Alt

18. Oktober 2023

Es gab einmal eine Zeit der Verlässlichkeit. Auf die Schule folgten eine Ausbildung und ein Job, der einen Arbeitnehmer ein Leben lang begleiten würde. Es war eine Zeit, in der man sich vielleicht nicht viele Gedanken über Sinnhaftigkeit, Erfüllung oder Spaß an der Arbeit machte, dafür aber... mehr lesen