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Wie uns Corona auf die Arbeitswelt der Zukunft vorbereitet

1. September 2020

Hätten Sie Anfang März geglaubt, dass es möglich ist, ein Unternehmen am Laufen zu halten, wenn keiner der Angestellten mehr zur Arbeit kommt? Haben Sie im April immer noch nicht daran geglaubt, als schon in vielen Büros gähnende Leere herrschte? Nun, es ist September und das Abendland ist immer noch nicht untergegangen.

Wir haben aus der Corona-Pandemie einiges gelernt. Dass man mit den Augen lächeln kann. Dass schon Kleinkinder in der Lage sind, in ihre Ellenbogen zu husten. Dass Nudeln und Mehl zwar satt, aber nicht glücklich machen. Und auch, dass unsere Unternehmen viel flexibler, moderner und digitaler sind als angenommen.

Wie ein Virus eine Revolution auslöste

Home-Office? Früher bei den meisten undenkbar, jetzt dauerhafter Normalzustand. Arbeitszeiten, die parallele Kinderbetreuung ermöglichen? Sofort genehmigt. Persönliche Meetings? Braucht kein Mensch mehr. Das Virus namens SARS-CoV-2 hat eine digitale Arbeitsrevolution ausgelöst.

Für die Arbeitswelt hat die Pandemie nicht nur gravierende wirtschaftliche Konsequenzen. Sie zeigt auch, wie das Arbeiten nach Corona aussehen könnte. Und zwingt uns, unsere Einstellung zur Arbeit zu überdenken. Denn noch längst ist nicht alles ausgereift, was Ende März aus dem Ärmel gezaubert wurde.

Die Erwartungen ans Arbeiten haben sich verändert

Die Erwartungen von Arbeitnehmern und Führungskräften ans Arbeiten haben sich seit Beginn der Pandemie drastisch verändert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Adecco Group.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:

  • Home-Office hat Vor-, aber auch Nachteile. Ohne den persönlichen Kontakt geht es nicht. So wünschen sich rund drei Viertel der Arbeitnehmer für die Zukunft ein hybrides Modell, das sowohl die Arbeit im Büro als auch die Arbeit von zu Hause erlaubt. Ebenfalls interessant: Die ideale Aufteilung liegt für die meisten bei 50/50.
  • Die 40-Stunden-Woche hat ausgedient. Stattdessen favorisieren zwei Drittel der Befragten Arbeitsmodelle, die nicht nach Arbeitsstunden, sondern nach Zielen definiert sind.
  • Mitarbeiter zu motivieren und zu fördern und Teams zusammenzuhalten ist schwerer, wenn der persönliche Kontakt wegfällt. Führungskräfte mit hoher emotionaler Intelligenz sind deshalb gefragter als je zuvor. Das bringt noch mehr Anforderungen an Manager mit sich.
  • 60 Prozent der Befragten gaben an, die Pandemie habe ihre technischen Kenntnisse verbessert. Sie möchten ihre Fähigkeiten aber weiter ausbauen.

Eine einmalige Chance

Zweifellos wird uns Corona noch eine ganze Weile begleiten und privat wie beruflich unseren Alltag bestimmten. Doch jetzt haben wir die einmalige Chance zu entscheiden, wie wir die Arbeitswelt nach Corona gestalten wollen.

Eine einfache Rückkehr zum alten Modell wird kaum jemanden überzeugen. Genauso weiter machen ist vielleicht auch nicht die beste Lösung. Wie bei allem gilt: Die Balance macht‘s. Immer nur Nudeln, das wissen manche von uns jetzt ganz gut, schmecken auf Dauer schließlich auch nicht.

Wie sieht nun der nächste Schritt aus – und vor allem: wo lauern Fehltritte? Die Antworten darauf finden Führungskräfte in unserem Visions-Workshop aus dem NEUstart-Programm.

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