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Bauen, Blödeln, Stapeln: Diese Spiele lösen Probleme

15. März 2023

Haben Sie schon mal versucht, zwei Nägel aufeinander zu stapeln? Das erfordert ein wenig Geschicklichkeit, ist aber machbar. Wenn wir Ihnen jetzt allerdings ein Brett mit einem eingehämmerten sowie 20 weitere Nägel in die Hand drücken, die sie auf den ersten Nagel stapeln sollen, dann ist mehr gefragt als nur Geschicklichkeit.

Sie können ja mal drüber nachdenken, wie das funktioniert. Noch besser: Sie besorgen sich Nägel, Hammer, Brett und ein paar Kollegen, die Ihnen helfen, und probieren es einfach aus. Im Team geht das leichter – und mehr Spaß macht es auch.

Außerdem stärken Sie damit Ihr Team. Spiele sind nämlich ein ziemlich effizienter Weg, Menschen ins Gespräch zu bringen und Bindungen zu festigen. Problemlösungsspiele bieten außerdem jede Menge Potenzial, die Kreativität anzukurbeln und Inspiration für die Lösung „echter“ Probleme zu sammeln. Eine Auswahl stellen wir in diesem Artikel vor.

Spielerisch zum kreativen Flow

Während bei Spielen zum Kennenlernen der Spaß und die Beziehungspflege im Vordergrund stehen, ist bei Problemlösungsspielen die Kreativität gefragt.

Jetzt können die Teammitglieder zeigen, wie sie ihre bereits guten Beziehungen zueinander nutzen, um möglichst schnell gute oder ungewöhnliche Ideen zu entwickeln.

Manche dieser Spiele – etwa das Nagelspiel – können nur einmal gespielt werden. Sie haben nur eine Lösung, die, einmal bekannt, nicht mehr schwer zu erreichen ist. Andere – etwa „Einen Blick erhaschen“ – können immer wieder gespielt werden. Sie eignen sich besonders gut, um die Stimmung aufzulockern oder das Team in einen kreativen Flow zu versetzen. Je regelmäßiger man sie spielt, desto größer dieser Effekt.

Einen Blick erhaschen

Für dieses Spiel werden die Teilnehmer in Kleingruppen von drei bis vier Personen eingeteilt. Es geht darum, die Kommunikation zu stärken und das Bewusstsein für unterschiedliche Perspektiven zu schärfen.

Sie brauchen dafür nichts – abgesehen von Legosteinen (oder anderen genormten Spiel-Baumaterialien). In einem Nebenraum wird ein vorher aufgebautes Lego-Gebilde ausgestellt. Je ein Mitglied der Kleingruppen darf sich dieses Gebilde nun für 15 Sekunden anschauen und muss es anschließend den anderen Teammitgliedern so beschreiben, dass diese es – ebenfalls aus Legosteinen – nachbauen können.

Nach einigen Minuten darf ein anderes Teammitglied im Nebenraum einen Blick auf das Gebilde erhaschen und wiederum das Gesehene beschreiben, sodass am Ende alle das Ausgangswerk kurz gesehen und beschrieben haben. Die Gruppe, deren Bauwerk dem Original am nächsten kommt, gewinnt.

Weil wir alle auf den ersten Blick andere Dinge wahrnehmen und unterschiedlich gewichten, beschreiben die Teammitglieder das Bauwerk vielleicht ganz unterschiedlich oder gar gegensätzlich. Umso wichtiger ist es, genau hinzuschauen und zuzuhören. Ein Learning, das generell fürs Teamwork gilt.

Je öfter Sie das Spiel spielen, desto komplexer dürfen die Legogebilde werden. Denn je öfter ein Team übt, desto besser wird es im Beschreiben und im Zuhören.

Der erste Gedanke

Man könnte dieses Spiel auch „Die schlechteste Lösung nennen“. Denn wenn wir mit einem Problem konfrontiert werden, verwerfen wir unsere ersten Gedanken allzu oft, ohne ihnen überhaupt nachzugehen, weil wir glauben, dass sich das nicht lohnt.

Dabei steckt in genau diesen ersten Gedanken oft schon eine gute Idee. „Der erste Gedanke“ schärft das Bewusstsein, spontanen Gedanken mehr Raum einzuräumen, anstatt sie in die mentale „Blödsinns“-Schublade zu legen.

Thematisiert werden können im Spiel echte oder auch fiktive Probleme. Sie werden vorgestellt und jedes Teammitglied soll den ersten Gedanken notieren. Anschließend werden alle Gedanken gesammelt und in der Gruppe besprochen.

Besonders viel Spaß macht das Spiel, wenn statt des ersten Gedankens der schlechteste Gedanke gefordert ist. Dann sind die Spieler scheinbar zu Blödelei eingeladen – und am Ende sicher überrascht, wie produktiv sie dabei waren.

Denn auch aus „dummen“ Ideen entstehen viel häufiger kreative Lösungen als gedacht. Wirklich dumme Ideen gibt es nicht.

Das Nagelspiel

Haben Sie Ihre Nägel schon bereitgelegt? Wie oben bereits beschrieben, sollen in diesem Spiel 20 Zimmermannsnägel (besser sind Zimmerfraunägel, die sind aber schwer zu bekommen) auf einem einzigen stehenden Nagel positioniert werden. Alle Nägel sind gleich groß und der unterste Nagel ist in ein Brett geschlagen, damit er nicht umfallen kann.

Es dürfen keine weiteren Hilfsmittel verwendet werden und keiner der zu stapelnden Nägel darf das Brett berühren. Die Gruppen sollten nicht aus mehr als sechs Mitgliedern bestehen, ein Zeitlimit kann vorgegeben werden (nicht mehr als 20 Minuten).

Weil dieses Spiel seinen Reiz verliert, sobald die richtige Lösung bekannt ist, verraten wir sie an dieser Stelle nicht, sondern möchten Sie auffordern, es auszuprobieren.

Sie wissen ja, Spielen macht nicht nur Spaß, sondern hilft beim Kennenlernen, fördert die Teamfähigkeit, sowie die Fähigkeit Probleme zu erkennen und zu lösen, und die Kreativität.

Sollten Sie die Lösung dennoch wissen wollen, finden Sie die Antwort hier. Aber Achtung: Danach können SIE nicht mehr mitspielen!

Und falls Sie noch weitere Fragen haben – zum Beispiel, wie man es schafft, Spiele im Arbeitsalltag zu verankern ohne dabei Mitarbeiter zu stören, die gerade in Ruhe arbeiten möchten – dann sprechen Sie uns gerne an. Wir hätten da einige Ideen.

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