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Na, heu­te schon gerutscht, geschau­kelt und geklet­tert? Dann ist also die Kita mal wie­der zu und Sie waren mit den Kindern auf dem Spielplatz. Moment: Oder waren Sie ein­fach mal wie­der im Büro?

Riesenrutsche statt Aufzug, Trampolin und Kletterwand zum Auspowern, Hängematten und Schaukeln zum Abhängen: Arbeitgeber inves­tie­ren immer häu­fi­ger, um Mitarbeiter bei Laune zu hal­ten. Und das längst nicht mehr nur im Silicon Valley. Wer im Büro Spaß hat, arbei­tet nach­weis­lich bes­ser und ist krea­ti­ver. Doch was bedeu­tet das?

Vielleicht haben Sie den OFFICE-ROXX-Artikel zum Faktor Spaß-im-Büro gele­sen. Dort geht es um eine Komponente des Team-Office-Prinzips, die unter ande­rem auf Motivation und Engagement ein­zahlt.

Sicher ist: Wer sei­nen Job liebt, geht ger­ne zur Arbeit und bleibt dort auch situa­tiv län­ger als gefor­dert. Wer die Angestellten bei Laune hält, hält sie also zumin­dest län­ger am Arbeitsplatz. Doch Zeit ist nicht immer der ent­schei­den­de Faktor – und zu viel Freude am Job kann die Leistung auf Dauer sogar sen­ken. Die Grenzen sind flie­ßend.

Warum zu viel Fun gefährlich ist

Ein Büro lässt sich rela­tiv ein­fach in einen Spielplatz ver­wan­deln: Eine Tischtennisplatte hier (denn Bewegung macht krea­tiv und bringt Freude), ein paar Hängematten da (denn der Geistesblitz zeigt sich bevor­zugt Ruhephasen). Das sieht schön aus, lenkt vom Büroalltag ab und sorgt für fri­sches Denken. Nur kann das auch den Fokus auf die eigent­li­chen Aufgaben ver­ne­beln. Doch Ablenkung ist nicht die ein­zi­ge und bestimmt nicht die größ­te Gefahr, die zu viel Spaß am Arbeitsplatz mit sich bringt.

Je woh­ler wir uns im Büro füh­len und je mehr Spaß wir an der Arbeit haben, des­to stär­ker lei­det das Privatleben. Spätestens aber, wenn die Kollegen den Freundeskreis erset­zen und Arbeitsthemen sogar noch mit in den Feierabend genom­men wer­den, wird es brenz­lig. Das Extrem sehen wir in leis­tungs­ori­en­tier­ten Ländern wie Südkorea, wo das abend­li­che Feiern mit den Kollegen oft zwang­haft zum guten Ton gehört.

Wer nur in sei­ner Unternehmensblase lebt, hat kaum Input von außen. Das wie­der­um geht zulas­ten der Kreativität. Sie kön­nen noch so oft rut­schen, hüp­fen und schau­keln, ech­te Abwechslung ist das nicht. Doch die braucht es, um neue Ideen zu ent­wi­ckeln. Studien bele­gen, dass das feh­len­de Privatleben sich dau­er­haft in man­geln­der Motivation nie­der­schlägt. Die Produktivität sinkt.

Und eine wei­te­re Gefahr lau­ert, wenn Kollegen den Freundeskreis gänz­lich erset­zen: Wenn man kün­digt, ist mit einem Schlag das gan­ze sozia­le Umfeld weg.

Wichtiger als ein Spielplatz ist eine erfüllende Tätigkeit

Passiver Dauer-Spaß ist auf Dauer gar nicht mehr so spa­ßig, son­dern irgend­wie lang­wei­lig. Wir kön­nen das schon bei den Kids auf dem Spielplatz beob­ach­ten: Einzelne Spielgeräte sind oft nur Mittel zum Zweck. So wird aus einer Schaukel ein Hindernis beim Fangenspielen und aus dem Kletterturm ein Versteck. Einfach nur Schaukeln ist kurz mal schön, ver­liert aber schnell an Reiz, wenn man nichts ande­res tut.

Wichtiger ist immer noch ein Job, der sinn­voll erscheint und uns posi­tiv for­dert. Zuerst geht es daher um das eigent­li­che Ziel, das wir ver­fol­gen. Wenn wir die­ses mit spie­le­ri­schen Mitteln schnel­ler und bes­ser errei­chen, spricht nichts gegen ein wenig Bespaßung. Doch: Jede Spielerei soll­te eine Funktion haben, die über den Spaßfaktor hin­aus geht und uns for­dern. Und wie immer gilt: Die Mischung machts.

Bevor Sie sich also spon­tan eine Rutsche in die Firmenzentrale bestel­len, bera­ten wir Sie ger­ne, wel­ches die rich­ti­gen Tools sind, um Spaß als Produktivitätsfaktor und für die Gesundheit der Mitarbeitenden ein­zu­set­zen.

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