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Heute schon gelacht? So retten Sie Ihr Betriebsklima

15. September 2020

Haben Sie heute schon gelacht? Mit Ihren Büronachbarn gescherzt? Ein paar belanglose Worte mit Kollegen auf dem Flur gewechselt? Sich bei einem Ihrer Teamkollegen erkundigt wie das Wochenende war? Und sich dann motiviert den Aufgaben auf Ihrem Schreibtisch gewidmet?

Wir hoffen, dass Sie alle diese Fragen für sich mit einem zutiefst überzeugten JA beantworten konnten. Doch die Arbeitsrealität sieht in deutschen Büros oft anders aus. Dabei gibt es kaum etwas Wichtigeres als ein gutes Arbeitsklima. Und das zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass viel und gut gearbeitet wird. Es manifestiert sich vor allem auf zwischenmenschlicher Ebene.

Wer sich diszipliniert und dem Miteinander im Büro ein paar Regeln spendiert, kann die Unternehmenskultur in wenigen einfachen Schritten verbessern. Was Sie für ein besseres Miteinander und damit langfristig zufriedenere und produktivere Mitarbeiter tun können, zeigen wir Ihnen heute.

Neun Regeln für ein besseres Miteinander am Arbeitsplatz

Das Betriebsklima ist ein fragiles Gebilde. Schon wenige Ausreißer können es zum Kippen bringen. Andererseits ist jeder einzelne Mitarbeiter in der Lage, etwas zu verändern. Mit diesen neun Regeln können alle dazu beitragen, das Arbeitsklima zu verbessern – oder gar einen schief hängenden Bürosegen noch zu retten.

Einige der nachfolgenden Tipps empfehlen die persönliche Nähe zum Kollegen. Das ist in Corona- und Homeoffice-Zeiten nicht immer leicht, doch trotzdem wichtig. Seien Sie kreativ und schauen Sie, wie Sie mit „gesundem Abstand“ das Beste draus machen.

1. Sprechen Sie mit Ihren Kollegen – und zwar persönlich
Für ein gutes Arbeitsklima braucht es keinen Kickertisch und keine Kaffeemaschine. Es braucht in erster Linie nur Menschen, die bereit sind miteinander zu reden. Und es braucht Raum und Zeit für Interaktion und Kommunikation. Der persönliche Kontakt ist dabei durch nichts zu ersetzen. Insbesondere wenn Probleme angesprochen werden, sollte das deshalb unbedingt im persönlichen Gespräch erfolgen.

2. Gehen Sie zusammen in die Kantine
Je besser Sie Ihre Kollegen auf zwischenmenschlicher Basis kennen, desto reibungsloser läuft die Zusammenarbeit. Darum gehen Sie doch auch mal mit einem Kollegen zum Mittagessen, mit dem Sie häufig nur schriftlich zu tun haben. Dabei lernen Sie sich besser kennen und stellen vielleicht sogar Gemeinsamkeiten fest. Das erleichtert die zukünftige Kommunikation.

3. Holen Sie alle ins Boot: Teambuilding
Noch besser als regelmäßige gemeinsame Mittagessen in der Kantine stärken gemeinsame Aktivitäten den Zusammenhalt. Sie sitzen ohnehin in einem Boot. Da wäre es doch praktisch, wenn Sie alle gemeinsam lernen, in eine Richtung zu paddeln. Warum also nicht mal eine Kanutour planen?

Doch Achtung: Nicht jeder hat Lust, die Kollegen nach einer stressigen Arbeitswoche auch am Wochenende zu sehen. Team-Building-Aktivitäten sind prinzipiell eine gute Idee, müssen aber gut aufs Team abgestimmt sein. Fürs erste reicht es vielleicht, wenn Sie mal zusammen ein Feierabendbier trinken, statt in die Kantine zu gehen. Oder Sie besorgen sich eben doch einen Kickertisch.

4. Vertrauen Sie Ihren Kollegen und Mitarbeitern
Wer immer und überall die Kontrolle behalten will, macht sich schnell unbeliebt. Ein Vertrauensvorschuss hingegen wirkt sich immer positiv aufs Betriebsklima aus – und zwar egal, ob er vom Chef kommt oder von einem Kollegen. Üben Sie das Loslassen in kleinen Schritten, wenn Sie sich zum Typ „Kontroletti“ zählen.

5. Lob tut gut, konstruktive Kritik auch
Sparen Sie nicht mit Lob. Eine Anerkennung der eigenen Arbeit tut jedem gut. Wenn Sie einen Kollegen loben, gerne auch vor anderen, zeigen Sie, dass Sie seine Arbeit wahrnehmen und wertschätzen. Doch auch berechtigte Kritik sollte unbedingt angesprochen werden. Denn ein nicht geklärter Konflikt kann sich später zum echten Problem entwickeln.

Formulieren Sie Kritik so objektiv und reflektiert, dass der Kritisierte sich nicht persönlich angegriffen fühlt und möglichst noch etwas Positives aus der unschönen Situation ziehen kann. Bevor Sie öffentlich kritisieren, versuchen Sie, die Situation im persönlichen Gespräch zu klären. Und hier gilt dann: Kritisieren Sie aus der emotionalen Ich-Perspektive („ich empfinde es so und so …“) – das ermöglicht dem Gegenüber sich in eine andere Perspektive zu versetzen und lässt Spielraum für Diskussionen.

6. Hören Sie zu und fragen Sie nach
Insbesondere Kritik wird im Arbeitsalltag häufig hinter Floskeln versteckt. Sie herauszuhören, kann schwierig sein. Je besser Sie Ihr Gegenüber kennen und je genauer Sie zuhören und nachfragen, desto einfacher lassen sich Probleme aber aus der Welt schaffen – oft sogar, bevor sie entstehen.

7. Behalten Sie Informationen nicht für sich
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter und Kollegen alle Informationen erhalten, die relevant für sie sein könnten – aber eben nur diese. Selektieren Sie Informationen und kommentieren Sie sie. Ein einfaches Weiterleiten von E-Mails wirkt lieblos und desinteressiert.

Auch hier gilt: Bevorzugen Sie die persönliche Weitergabe von Informationen gegenüber der schriftlichen. Dabei kann sich auch der Flurfunk als sehr effektives Kommunikationsmittel erweisen.

8. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran
Wundern Sie sich, warum alle Kollegen morgens mit schlechter Laune und ohne Gruß auf den Lippen das Büro betreten? Dann werden Sie doch mal selbst aktiv und grüßen Sie freundlich. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn erst mal keine Reaktion der anderen kommt. Irgendwann wird sie sich schon einstellen.

Genau so können Sie mit gutem Vorbild voran gehen, indem Sie alle Regeln für ein positives Arbeitsklima befolgen – egal, ob als Chef oder als Angestellter. Nur dann dürfen Sie es auch von den anderen erwarten.

9. Machen Sie es sich gemütlich
Nicht nur die Kommunikation beeinflusst das Betriebsklima. Auch die Arbeitsumgebung hat einen sehr direkten Einfluss auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Wer in die Gestaltung von Büros oder Pausenorten einbezogen wird, fühlt sich dort wohler – und trifft sich dort auch lieber mit Kollegen. Das wiederum fördert Kommunikation und Motivation.

Wie eine solche positive, kommunikationsfördernde Arbeitsumgebung aussehen kann, welche Vorteile sie Ihrem Unternehmen außerdem bringt und wie Sie Ihre Mitarbeiter in die Umgestaltung einbeziehen können, erläutern wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.

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