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Hätten Sie Spaß dar­an, unter Palmen zu arbei­ten oder sich bei der Telefonkonferenz in die Hängematte zu legen? Nicht, dass Sie des­halb auf eine Karibikinsel umzie­hen und zum Botaniker umschu­len müss­ten. Nein, Ihren Arbeitsplatz dür­fen Sie behal­ten. Nur das tris­te, graue Büro, das dür­fen Sie ein­tau­schen. Zumindest hin und wie­der. Klingt nett, oder?

Rutsche als Alternative zu Aufzug und Treppe, Hängesessel neben dem Bürostuhl, Designerlampe statt Neonröhre, Skigondel mit Panoramablick fürs kur­ze Meeting und Tennisplatz statt Raucherecke: Beispiele für unge­wöhn­li­che, spie­le­ri­sche Arbeitswelten fin­den sich zuneh­mend auch außer­halb der Tech- und Start-up-Szene.

Die spie­le­ri­sche Erweiterung der Arbeitswelt för­dert das Vergnügen am Arbeiten. Sie sorgt für bes­ser gelaun­te, gesun­de und inno­va­ti­ve Mitarbeiter, stei­gert Zufriedenheit, Austausch und Produktivität und trägt zu einem posi­ti­ven Betriebsklima bei. So die Theorie. Doch das ist kei­nes­falls ein Selbstläufer. Wie es rich­tig geht und wor­auf Sie bei der Umgestaltung von Arbeitsumfeldern ach­ten müs­sen, erklä­ren wir Ihnen in die­sem Artikel.

Es reicht nicht, bei Amazon ein paar Hängematten zu bestellen

Es ist zwar leicht, ein paar Hängematten, ein Loungemöbel oder Designerlampen zu bestel­len und die Arbeitsumgebung schick, und modern zu gestal­ten. Doch Kosmetik ohne Konzept geht meist schief: Wer wahl- und ziel­los alles bun­ter macht, ris­kiert, dass die Mitarbeiter das Angebot nicht anneh­men und bis­wei­len nur Spott dafür übrig­ha­ben.

Eine Strandliege mit Sonnensegel hat im Meetingraum kei­ner­lei Funktion, wenn es nicht ums Ausruhen geht. Der schöns­te Hängesessel bringt nichts, wenn er im Foyer hängt, wo man wie im Schaufenster sitzt. Und die preis­ge­krön­te Designerlampe ist nur dann bes­ser als die Neonröhre, wenn sie dimm­bar ist oder wenigs­tens in einer ange­neh­me­ren Lichtfarbe daher­kommt – etwa als Tageslichtlampe an grau­en Novembertagen.

Warum Ihre Mitarbeiter Ihre besten Berater sind

Jede Spielerei soll­te auch eine Funktion haben, die über die rei­ne Ästhetik oder den Spaßfaktor hin­aus reicht und wohl­plat­ziert sein. Für Auszeiten, Ablenkung oder um neue Ideen zu bekom­men sind ver­spiel­te und bun­te Bereiche prin­zi­pi­ell in jedem Unternehmen sinn­voll. Vorausgesetzt, sie pas­sen zur Unternehmenskultur und den Wünschen der Mitarbeiter. Was auch immer Sie pla­nen: Beziehen Sie Ihre Kollegen und Mitarbeiter früh­zei­tig ein. Denn die sind Ihre bes­ten Berater und kön­nen Ihnen sagen, ob sie das geplan­te Bällebad wirk­lich nut­zen wür­den. Im Idealfall kommt der Vorschlag für die Veränderung direkt aus der Belegschaft.

Amazon und Google mögen bei den Mitarbeitern mit einem bota­ni­schen Garten, Rutschen oder Hängematten für den Power Nap zwi­schen­durch punk­ten. Aber das gilt dort und sieht bei Ihnen im Betrieb höchst­wahr­schein­lich ganz anders aus. Vielleicht beschäf­ti­gen Sie ja ganz ande­re Arbeitstypen mit ganz ande­ren Vorstellungen.

Die Umgestaltung der Arbeitswelt ist ein sehr sen­si­bler Job. Mit Fingerspitzengefühl lässt sich – vor allem jen­seits der Schreibtischzonen – viel Boden gut machen. Mit der fal­schen Taktik und den fal­schen Entscheidungen lässt sich aller­dings auch genau soviel ver­brann­te Erde erzeu­gen. Ein guter Tipp: Probieren Sie erst­mal etwas im Kleinen aus, bevor Sie es auf die gesam­te Organisation pro­ji­zie­ren.

Farbe, Bewegung und Ideen: So abwechslungsreich ist die Arbeitswelt der ARAG

Es muss nicht immer eine kom­plet­te Gebäude-Umgestaltung sein: Für den Anfang reicht oft schon eine Zone mit Räumen, in denen sich Mitarbeiter unge­zwun­gen aus­tau­schen, krea­tiv wer­den oder ein­fach abschal­ten kön­nen.

Auf genau die­se drei Punkte haben wir uns bei der Gestaltung des Studio 17 für die Düsseldorfer Konzernzentrale der ARAG kon­zen­triert – natür­lich unter Einbeziehung der Mitarbeiter.

Die dabei ent­stan­de­nen Kommunikations- und Kreativzonen des Versicherers sind bunt und abwechs­lungs­reich, laden zum agi­len Arbeiten, zum Aktivwerden, zum unge­zwun­ge­nen Austausch unter Kollegen und zu sport­li­cher Betätigung ein – auch ohne Bällebad, Hängematten und Designer-Schnickschnack. Dabei för­dern Sie die Gesundheit und wer­den ger­ne genutzt – ob für eine kur­ze Bildschirmpause, ein locke­res Meeting oder einen Ideen-Workshop.

Das Konzept gewann im Herbst 2020 den InnoWard der Versicherungswirtschaft und ist nicht nur für eine Versicherung ein muti­ger, zukunfts­ori­en­tier­ter Schritt.

Die Gestaltung moder­ner Arbeitsbereiche mag zwar auf den ers­ten Blick spie­le­risch ein­fach erschei­nen, bie­tet aber eben auch Fallstricke. Deshalb emp­feh­len wir Ihnen: Holen Sie sich pro­fes­sio­nel­le Beratung. Gerne erläu­tern wir Ihnen, wie wir für und mit Ihren Mitarbeitern Ihre Arbeitsumgebung opti­mie­ren kön­nen. Vereinbaren Sie am bes­ten gleich ein Gespräch mit uns!

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