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Wie man mit Job Crafting Traumjobs baut

9. September 2024

Suchen Sie noch nach Ihrem Traumjob? Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihn finden – und zwar ohne Kündigung, Bewerbungen und den ganzen lästigen Papierkram. Oft reicht es schon, wenn Sie Ihrem bisherigen Job (wieder) ein wenig mehr Sinn geben …

Wir erklären Ihnen, wieso kontinuierliche Sinnsuche äußerst sinnvoll ist und wie Arbeitnehmenden und Arbeitgebende von proaktiver Arbeitsplatzgestaltung durch Job Crafting profitieren.

Sinn ist subjektiv

Wer sinnvolle Arbeit leistet, ist motivierter, kreativer, produktiver und gesünder. Das Problem: Alleine aus einer Stelle oder Tätigkeit ergibt sich noch kein Sinn – und mit den Jahren erscheint selbst die spannendste Tätigkeit vielleicht ein wenig sinnlos. Dazu kommt: Was für den einen sinnvoll erscheint, kann für die andere überflüssig, nervig oder falsch wirken.

Sinn ist schließlich subjektiv. Doch es ist möglich, der eigenen Arbeit (wieder mehr) Sinn zu verleihen. Job Crafting erlaubt Mitarbeitern mehr Mitbestimmung bei der Ausgestaltung der eigenen Aufgaben. Gleichzeitig fördert es die Produktivität und die Bindung ans Unternehmen.

Job Crafting: So gestalten Sie Ihre Arbeit proaktiv

Ziel von Job Crafting ist, individuelle Bedürfnisse und Talente im Job stärker zu berücksichtigen und zu fördern. Arbeitnehmende erhalten die Möglichkeit, ihre Arbeit mitzugestalten.

Dabei geht es meist weniger um ganz große Veränderungen als um ständige Reflexion. Wer Job Crafting betreibt, stellt sich quasi permanent eine Frage: Was könnte ich ändern, um meiner Arbeit mehr Sinn zu verleihen?

Veränderungen können grob gesagt in vier Bereichen stattfinden:

  1. Beim Task Crafting überlegen Sie, welche Aufgaben Sie erfüllen, was Sie besonders gut können und was Sie im Gegenzug ungern tun. Vielleicht können Sie diese eine lästige Aufgabe an jemanden abgeben, der sie gerne erledigt. Vielleicht kommt für Sie ein auch Aufgaben- oder sogar ein Abteilungswechsel in Frage. Vielleicht sind Sie perfekt in einem neuen Projektteam aufgehoben, für das gerade motivierte Mitarbeiter gesucht werden.
  2. Relational Crafting hinterfragt die Zusammenarbeit mit anderen: Mit wem klappt das Teamwork gut, mit wem weniger? Wer ist mir wichtig, zu wem möchte ich die Beziehung vertiefen? Was könnten wir im Team tun, um uns besser kennenzulernen?
  3. Im Kontext des Identity Crafting erschaffen Sie eine klare Definition Ihrer Rolle im Unternehmenskontext. Das hilft dabei, auch in schwierigen Situationen den Sinn nicht aus den Augen zu verlieren. Und es stärkt das Selbstbild.
  4. Mit dem Cognitive Crafting nehmen Sie eine Position außerhalb Ihrer Rolle und ihres Teams ein und überlegen, welchen tieferen Sinn Ihr Team oder ihr Unternehmen stiftet und welchen Sinn Sie daraus für sich persönlich ziehen können.

Was bringt Job Crafting?

Für Arbeitnehmende bietet Job Crafting die Möglichkeit, eigene Stärken und Talente besser einzubringen, das Selbstbewusstsein zu steigern und mehr Zufriedenheit im Job zu erlangen.

Für Arbeitgebende ist die Einführung mit Arbeit verbunden. Schließlich müssen die Prozesse auch moderiert und begleitet werden. Langfristig zahlt sich diese Investition aber aus: Die Mitarbeitendengesundheit verbessert sich, es gibt also weniger Fehltage, Stellen werden passender besetzt – und zufriedene Mitarbeitende sind treue Mitarbeitende.

Je besser Job und Arbeitnehmende zusammenpassen, desto besser die geleistete Arbeit und desto höher die Mitarbeitendenzufriedenheit. Schon im Bewerbungsprozess spielt der Person-Job-Fit eine große Rolle. Eine hundertprozentige Aussage über die Passung kann dabei allerdings nie getroffen werden.

Job Crafting bietet eine besonders gute Möglichkeit, die Brücke zwischen den Erwartungen von Arbeitgebenden und neuem Arbeitnehmer zu spannen und den Person-Job-Fit kontinuierlich zu verbessern.

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