+49 (0)211 96 66 81-0 hallo@neu-innovation.de

Haben Sie heu­te schon gelacht? Mit Ihren Büronachbarn gescherzt? Ein paar belang­lo­se Worte mit Kollegen auf dem Flur gewech­selt? Sich bei einem Ihrer Teamkollegen erkun­digt wie das Wochenende war? Und sich dann moti­viert den Aufgaben auf Ihrem Schreibtisch gewid­met?

Wir hof­fen, dass Sie alle die­se Fragen für sich mit einem zutiefst über­zeug­ten JA beant­wor­ten konn­ten. Doch die Arbeitsrealität sieht in deut­schen Büros oft anders aus. Dabei gibt es kaum etwas Wichtigeres als ein gutes Arbeitsklima. Und das zeich­net sich nicht nur dadurch aus, dass viel und gut gear­bei­tet wird. Es mani­fes­tiert sich vor allem auf zwi­schen­mensch­li­cher Ebene.

Wer sich dis­zi­pli­niert und dem Miteinander im Büro ein paar Regeln spen­diert, kann die Unternehmenskultur in weni­gen ein­fa­chen Schritten ver­bes­sern. Was Sie für ein bes­se­res Miteinander und damit lang­fris­tig zufrie­de­ne­re und pro­duk­ti­ve­re Mitarbeiter tun kön­nen, zei­gen wir Ihnen heu­te.

Neun Regeln für ein besseres Miteinander am Arbeitsplatz

Das Betriebsklima ist ein fra­gi­les Gebilde. Schon weni­ge Ausreißer kön­nen es zum Kippen brin­gen. Andererseits ist jeder ein­zel­ne Mitarbeiter in der Lage, etwas zu ver­än­dern. Mit die­sen neun Regeln kön­nen alle dazu bei­tra­gen, das Arbeitsklima zu ver­bes­sern – oder gar einen schief hän­gen­den Bürosegen noch zu ret­ten.

Einige der nach­fol­gen­den Tipps emp­feh­len die per­sön­li­che Nähe zum Kollegen. Das ist in Corona- und Homeoffice-Zeiten nicht immer leicht, doch trotz­dem wich­tig. Seien Sie krea­tiv und schau­en Sie, wie Sie mit „gesun­dem Abstand“ das Beste draus machen.

1. Sprechen Sie mit Ihren Kollegen – und zwar per­sön­lich
Für ein gutes Arbeitsklima braucht es kei­nen Kickertisch und kei­ne Kaffeemaschine. Es braucht in ers­ter Linie nur Menschen, die bereit sind mit­ein­an­der zu reden. Und es braucht Raum und Zeit für Interaktion und Kommunikation. Der per­sön­li­che Kontakt ist dabei durch nichts zu erset­zen. Insbesondere wenn Probleme ange­spro­chen wer­den, soll­te das des­halb unbe­dingt im per­sön­li­chen Gespräch erfol­gen.

2. Gehen Sie zusam­men in die Kantine
Je bes­ser Sie Ihre Kollegen auf zwi­schen­mensch­li­cher Basis ken­nen, des­to rei­bungs­lo­ser läuft die Zusammenarbeit. Darum gehen Sie doch auch mal mit einem Kollegen zum Mittagessen, mit dem Sie häu­fig nur schrift­lich zu tun haben. Dabei ler­nen Sie sich bes­ser ken­nen und stel­len viel­leicht sogar Gemeinsamkeiten fest. Das erleich­tert die zukünf­ti­ge Kommunikation.

3. Holen Sie alle ins Boot: Teambuilding
Noch bes­ser als regel­mä­ßi­ge gemein­sa­me Mittagessen in der Kantine stär­ken gemein­sa­me Aktivitäten den Zusammenhalt. Sie sit­zen ohne­hin in einem Boot. Da wäre es doch prak­tisch, wenn Sie alle gemein­sam ler­nen, in eine Richtung zu pad­deln. Warum also nicht mal eine Kanutour pla­nen?

Doch Achtung: Nicht jeder hat Lust, die Kollegen nach einer stres­si­gen Arbeitswoche auch am Wochenende zu sehen. Team-Building-Aktivitäten sind prin­zi­pi­ell eine gute Idee, müs­sen aber gut aufs Team abge­stimmt sein. Fürs ers­te reicht es viel­leicht, wenn Sie mal zusam­men ein Feierabendbier trin­ken, statt in die Kantine zu gehen. Oder Sie besor­gen sich eben doch einen Kickertisch.

4. Vertrauen Sie Ihren Kollegen und Mitarbeitern
Wer immer und über­all die Kontrolle behal­ten will, macht sich schnell unbe­liebt. Ein Vertrauensvorschuss hin­ge­gen wirkt sich immer posi­tiv aufs Betriebsklima aus – und zwar egal, ob er vom Chef kommt oder von einem Kollegen. Üben Sie das Loslassen in klei­nen Schritten, wenn Sie sich zum Typ „Kontroletti“ zäh­len.

5. Lob tut gut, kon­struk­ti­ve Kritik auch
Sparen Sie nicht mit Lob. Eine Anerkennung der eige­nen Arbeit tut jedem gut. Wenn Sie einen Kollegen loben, ger­ne auch vor ande­ren, zei­gen Sie, dass Sie sei­ne Arbeit wahr­neh­men und wert­schät­zen. Doch auch berech­tig­te Kritik soll­te unbe­dingt ange­spro­chen wer­den. Denn ein nicht geklär­ter Konflikt kann sich spä­ter zum ech­ten Problem ent­wi­ckeln.

Formulieren Sie Kritik so objek­tiv und reflek­tiert, dass der Kritisierte sich nicht per­sön­lich ange­grif­fen fühlt und mög­lichst noch etwas Positives aus der unschö­nen Situation zie­hen kann. Bevor Sie öffent­lich kri­ti­sie­ren, ver­su­chen Sie, die Situation im per­sön­li­chen Gespräch zu klä­ren. Und hier gilt dann: Kritisieren Sie aus der emo­tio­na­len Ich-Perspektive („ich emp­fin­de es so und so …“) – das ermög­licht dem Gegenüber sich in eine ande­re Perspektive zu ver­set­zen und lässt Spielraum für Diskussionen.

6. Hören Sie zu und fra­gen Sie nach
Insbesondere Kritik wird im Arbeitsalltag häu­fig hin­ter Floskeln ver­steckt. Sie her­aus­zu­hö­ren, kann schwie­rig sein. Je bes­ser Sie Ihr Gegenüber ken­nen und je genau­er Sie zuhö­ren und nach­fra­gen, des­to ein­fa­cher las­sen sich Probleme aber aus der Welt schaf­fen – oft sogar, bevor sie ent­ste­hen.

7. Behalten Sie Informationen nicht für sich
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter und Kollegen alle Informationen erhal­ten, die rele­vant für sie sein könn­ten – aber eben nur die­se. Selektieren Sie Informationen und kom­men­tie­ren Sie sie. Ein ein­fa­ches Weiterleiten von E‑Mails wirkt lieb­los und des­in­ter­es­siert.

Auch hier gilt: Bevorzugen Sie die per­sön­li­che Weitergabe von Informationen gegen­über der schrift­li­chen. Dabei kann sich auch der Flurfunk als sehr effek­ti­ves Kommunikationsmittel erwei­sen.

8. Gehen Sie mit gutem Beispiel vor­an
Wundern Sie sich, war­um alle Kollegen mor­gens mit schlech­ter Laune und ohne Gruß auf den Lippen das Büro betre­ten? Dann wer­den Sie doch mal selbst aktiv und grü­ßen Sie freund­lich. Lassen Sie sich nicht ent­mu­ti­gen, wenn erst mal kei­ne Reaktion der ande­ren kommt. Irgendwann wird sie sich schon ein­stel­len.

Genau so kön­nen Sie mit gutem Vorbild vor­an gehen, indem Sie alle Regeln für ein posi­ti­ves Arbeitsklima befol­gen – egal, ob als Chef oder als Angestellter. Nur dann dür­fen Sie es auch von den ande­ren erwar­ten.

9. Machen Sie es sich gemüt­lich
Nicht nur die Kommunikation beein­flusst das Betriebsklima. Auch die Arbeitsumgebung hat einen sehr direk­ten Einfluss auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Wer in die Gestaltung von Büros oder Pausenorten ein­be­zo­gen wird, fühlt sich dort woh­ler – und trifft sich dort auch lie­ber mit Kollegen. Das wie­der­um för­dert Kommunikation und Motivation.

Wie eine sol­che posi­ti­ve, kom­mu­ni­ka­ti­ons­för­dern­de Arbeitsumgebung aus­se­hen kann, wel­che Vorteile sie Ihrem Unternehmen außer­dem bringt und wie Sie Ihre Mitarbeiter in die Umgestaltung ein­be­zie­hen kön­nen, erläu­tern wir Ihnen ger­ne im per­sön­li­chen Gespräch.

Das große Handbuch Innovation: 555 Methoden und Instrumente für mehr Kreativität und Innovation im Unternehmen von Benno van AerssenDetails zum Buch