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Nehmen wir mal an, Sie erben Immobilien, gewin­nen beim Glücksspiel oder kom­men durch einen ande­ren glück­li­chen Zufall zu sehr viel Geld. So viel Geld, dass Sie nicht mehr – oder nur noch wenig – arbei­ten müs­sen. Würden Sie Ihrem Arbeitgeber treu blei­ben?

Vielen von uns fehlt ohne die Arbeit etwas. Schließlich kann der Job mehr bie­ten als nur Geld: Erfüllung, Zufriedenheit, oder ein­fach das Gefühl, gebraucht zu wer­den. Und weil die wenigs­ten von uns durch einen glück­li­chen Zufall zu so viel Geld kom­men, dass Sie von heu­te auf mor­gen kün­di­gen könn­ten, lohnt es sich, über die­se Frage nach­zu­den­ken.

Was moti­viert uns eigent­lich, tag­täg­lich zur Arbeit zu gehen? Und wie kön­nen Unternehmen lang­fris­tig zufrie­de­ne, pro­duk­ti­ve und krea­ti­ve Arbeitnehmer an sich bin­den?

Gehalt und Karriere? Nicht so wichtig!

Wie bei jeder Beziehung sind auch bei der zwi­schen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Überzeugungen und Werte von gro­ßer Bedeutung. Weichen die Wertvorstellungen des Arbeitnehmers zu sehr von der des Unternehmens ab, kann das Gehalt noch so hoch, die Aussicht auf eine stei­le Karriere noch so gut und das Büro noch so durch­de­signt sein. Wer ent­ge­gen sei­ner Überzeugungen han­deln muss, wird unzu­frie­den und demo­ti­viert.

Doch auch wenn die Werte über­ein­stim­men, kön­nen Mitarbeiter ihre Motivation und den Spaß an der Arbeit ver­lie­ren. Denn es reicht nicht, Überzeugungen nur zu tei­len. Sie müs­sen gelebt wer­den. Die Frage: „Warum arbei­te ich (in die­ser Organisation)?“ soll­te kei­ne Ratlosigkeit nach sich zie­hen, son­dern eine kla­re Antwort her­vor­ru­fen.

Arbeitsmotivation steigern: So geht’s

  • Formulieren Sie Ihre Unternehmenswerte klar und erin­nern Sie Ihre Mitarbeiter regel­mä­ßig dar­an, wofür sie arbei­ten. Das stei­gert die Identifikation mit dem Unternehmen.
  • Ziele stif­ten Sinn – und wer Sinn in sei­ner Arbeit erkennt, ver­liert die Motivation nicht so schnell. Unternehmensziele sind dabei eben­so wich­tig wie per­sön­li­che Ziele. Wichtig: Sie müs­sen klar kom­mu­ni­ziert und regel­mä­ßig bespro­chen wer­den.
  • Spiel und Spaß heben die Motivation: Gamification kann hel­fen, Etappenziele leich­ter zu errei­chen und somit die Produktivität enorm stei­gern. Selbst lang­wei­li­ge, mono­to­ne Aufgaben kön­nen dadurch inter­es­san­ter erschei­nen.
  • Feiern Sie Erfolge und the­ma­ti­sie­ren Sie Misserfolge, indem Sie sie ana­ly­sie­ren, ohne jeman­dem die Schuld zuzu­schie­ben. Etablieren Sie eine Fehlerkultur, in der kei­ner Angst haben muss etwas falsch zu machen. Anderenfalls schleicht sich schnell eine „wer nichts macht, kann nichts falsch machen“-Mentalität ein, die der Motivation einen her­ben Dämpfer ver­setzt.
  • Vertrauen muss obers­te Priorität haben. Wer sich über­wacht oder kon­trol­liert fühlt, kann Talente nicht ent­fal­ten.
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern das ehr­li­che Gefühl, dass ihre Arbeit wert­voll ist und gese­hen wird. Nehmen Sie sie nicht als selbst­ver­ständ­lich hin. Geben Sie Feedback, loben Sie vor ande­ren Kollegen.
  • Lassen Sie Ihren Mitarbeitern Zeit für Pausen, Zeit zum Lernen und Zeit für krea­ti­ve Auszeiten. Überfrachten Sie sie nicht mit Aufgaben.
  • Starre Arbeitszeiten gehö­ren in die Vergangenheit. Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern, die Arbeit in ihr Leben zu inte­grie­ren, nicht anders­her­um.
  • Achten Sie schon im Bewerbungsgespräch dar­auf, ob neue Mitarbeiter die Unternehmenswerte tei­len. Finden Sie z.B. her­aus, wie der Kandidat oder die Kandidatin in bestimm­ten Arbeitssituationen reagie­ren wür­de. Die Frage nach dem Cultural Fit soll­te wich­ti­ger sein als die nach Gehalt und Extras. Für bei­de Seiten.
  • Wer Spaß an der Arbeit hat, hat auch das Recht auf eine fai­re Bezahlung. Zufriedene Arbeitnehmer sind schließ­lich noch wert­vol­ler für ein Unternehmen als unzu­frie­de­ne.

Wir bei NEU arbei­ten übri­gens aus vol­ler Überzeugung, dass unser Einsatz die (Arbeits-)Welt ein wenig bes­ser macht. Und wir hof­fen, dass auch Sie unse­re Eingangsfrage mit einem kla­ren „Ja“ beant­wor­ten konn­ten. Falls Sie das Gefühl haben, etwas ändern zu müs­sen, haben wir noch eine Idee – ganz ohne Kündigung:
Auch die Arbeitsumgebung hat einen erheb­li­chen Anteil an der Motivation von Mitarbeitern. Denn sie beein­flusst zahl­rei­che Faktoren der Zusammenarbeit. Gestalten Sie Ihre Büros dar­um unbe­dingt so, dass alle sich wohl­füh­len. Vielleicht haben Sie ja schon mal vom Team Office gehört? Wenn nicht, erfah­ren Sie mit einem Klick auf den Link mehr: Infos zum Team-Office-Prinzip.

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